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Human Milk 4 Human Babies – Mission / Vision / Orientierungswerte

Dies ist der offizielle Beschreibungstext der Organisation „Human milk 4 for human babies„, die sich vor allem über Facebook organisiert und sich für den privaten Austausch von Muttermilch von Familie zu Familie einsetzt. Die Milch einer anderen Mutter wird, auch in den WHO-Empfehlungen, noch vor Pulvermilch als Alternative zu Muttermilch der eigenen Mutter eines Babies genannt.

In Absprache mit HM4HB und durch die Hilfe zweier engagierter Leserinnen wurde der englische Text ins Deutsche übersetzt und ist für euch so, erstmals, auf Deutsch verfügbar. Und hier kommt ihr zur deutschen Facebookseite des HM4HB-Netzwerkes bei der ich auch Administratorin bin.

Unsere Mission:

Die Mission des Globalen Netzwerkes von Human Milk 4 Human Babies ist es, die Ernährung von Baby´s und Kindern mit Muttermilch weltweit voranzutreiben. Wir widmen unsere Aufmerksamkeit fördernden Einrichtungen und örtlichen Familien, die sich dazu entschieden haben, Muttermilch zu teilen.

Unsere Vision:

HM4HB ist ein globales, milchverteilendes, Netzwerk, ein virtuelles Dorf, welches tausende Menschen aus über 50 Ländern vereint. Wir sind Mütter, Väter, Adoptivfamilien, Großeltern, Hebammen/Geburtshelfer, Stillberater, Ehrenamtliche, Unterstützer, Spender und Empfänger, die zusammengekommen sind, um diese einfache Idee, dass alle Baby´s und Kinder das Recht haben menschliche Muttermilch zu erhalten, zu unterstützen. Wir nutzen SocialMedia Plattformen für örtliche Familien, damit diese echte Verbindungen aufbauen, und als Gemeinschaft zusammenkommen können, in dieser Frauen dann großzügig und nachhaltig ihre Milch teilen können. HM4HB baut auf das Prinzip der informierten Entscheidung: Wir vertrauen auf, ehren und wertschätzen die Autonomie von Familien und wir setzen voraus, das diese in der Lage sind, die Vorteile und Nachteile des Milchteilens abzuwägen, um dann die beste Entscheidung für sich selber zu treffen. Wir bieten ihnen den Raum und schützen ihr Recht, zu tun was normal, gesund und ökologisch ist.

Muttermilch, die biologische Normsubstanz für Menschen, ist eine freifließende Ressource und die Mütter dieser Welt sind gewillt diese zu teilen. Milch teilen ist eine lebenswichtige Tradition, die uns genommen wurde, und es ist äußerst wichtig, dass wir das Vertrauen in uns, unsere Nachbarn und in alle Frauen zurückgewinnen. Das verabreichen von Muttermilchersatzprodukten ist nicht ohne Risiko und wir unterstützen Familien, die sich darüber im Klaren sind, dass es auch eine andere Möglichkeit gibt. Wir sind die Brücke die örtliche Familien verbindet und diese zu Milchteilenden Gemeinschaften zusammenbringt. Die Zukunft der Menschheit hängt in der Tat davon ab, dass wir zum Teilen in einem örtlichen und greifbaren Verfahren zurückkehren.

Wir wollen, dass das Teilen von Milch, ebenso wie Ammen, wieder zur Normalität werden, und Babys wieder gestillt werden, egal wann und wo diese es brauchen. Wir träumen von einer Welt, in der Mütter von vorangegangenen Generationen, ihre Tradition des Stillens weitergeben, ebenso wie ihre Fülle an Wissen und ihre Unterstützung. Wir sehen eine Zeit voraus, in der Frauen sich wieder gegenseitig beschützen und sich gegenseitig helfen ihre Baby´s zu füttern, so dass jede Mutter sich als Ganzes fühlt und nicht gebrochen oder von ihrem Körper im Stich gelassen. Wir stellen uns eine Welt vor, in der Familienmitglieder, Freunde, Stillberater, Ärzte und Hebammen nicht verzagen Muttermilchspenden anzubieten, wenn diese benötigt werden. Wir malen uns eine Zukunft aus, in der Familien zusammenkommen um diese Generation, ebenso wie nachfolgende, heranzuziehen, in dem Menschenbaby´s überall mit Muttermilch und unkonventioneller Liebe genährt werden.

Jeder Mensch dieser Welt ist eingeladen, HM4HB beizutreten. SocialMediaAdministratoren, Mitglieder, Spender, Empfänger und Unterstützer sind alle wichtig, um örtliche, echte/reale Gemeinschaften zu bilden, überall wo es keinen Unterschied macht, ob man nach einer Muttermilchspende fragt oder nach einem Ei. Wir hoffen, dass eines Tages in der Zukunft, alle Baby´s dieser Welt, mit Muttermilch gedeihen und wachsen können, und HM4HB nicht länger gebraucht wird, weil Ammen und Muttermilch überall verfügbar sind; in jeder Straße, jedem Ort, jeder Stadt und auf allen Inseln dieser Welt.

Unsere Orientierungswerte:

Mitgefühl und Empathie für Baby´s und deren Familien bringt uns alle zusammen. Frauen greifen wieder auf die eigene Muttermilch zurück, sind sich vollständig über deren Wert im klaren, und sind bereit diese ohne Zwang zu teilen, mit Baby´s und Kindern ihrer Gemeinschaft. Wir wünschen uns eine Rückkehr zu den biologischen Wurzeln, so dass Baby´s und Kinder von Muttermilch genährt werden. HM4HB ist ein rein Ehrenamtliches Netzwerk von Gemeinschaftsseiten, das keinerlei staatliche Unterstützung bzw. Förderung erhält. Unser Hauptfokus liegt darauf, dass Teilen von Muttermilch zu ermöglichen, die Gemeinschaftsseiten bieten dafür ein werbefreies Umfeld. Wir unterstützen weder den Verkauf von Muttermilch, noch erlauben wir das werben für Aktivitäten die ein Entgelt verlangen auf unseren Gemeinschaftsseiten.

HM4HB respektiert das Recht der Familien, informierte Entscheidungen zu treffen und wir erwarten das unsere Mitglieder die volle Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen. Es ist nicht die Aufgabe von HM4HB Individuen darin zu unterrichten, wie man die Entscheidung zum Milchteilen trifft. Alle Informationen auf unseren Seiten, verstehen sich als Startpunkt für Reflexion und ersetzen nicht die persönliche Recherche oder Medizinischen Rat. Wir sind ein gemeinschaftsorientiertes Netzwerk und wir erwarten von unseren Mitgliedern, dass diese sich selbst über Risiken, Vorteile und Alternativen informieren, und auch andere dazu bewegen, sich selbst zu informieren. Des weiteren erkennt HM4HB individuellen Institutionen an, die eine Rolle im Prozess der informierten Entscheidung spielen.

Das Netzwerk erwartet von seinen Mitgliedern, den Raum und andere zu respektieren, indem sie volle Offenheit demonstrieren. Absolute Ehrlichkeit bei allen relevanten Aspekten bezüglich des Milchteilens, erlaubt es allen Beteiligten informierte Entscheidungen zu treffen. Das Internet birgt seine eigenen Risiken, Teilnehmer müssen diese Risiken voll analysieren und dann eine gewissenhafte Entscheidung treffen. Es ist an den Teilnehmern, sich gegenseitig kennenzulernen, Fragen zu stellen und engagiert Gespräche zu führen bis eine vertrauliche Beziehung aufgebaut ist. HM4HB übernimmt keine Verantwortung für die Ergebnisse des Milchteilens. Unsere Ehrenamtlichen arrangieren weder Zusammenkünfte von Spendern und Empfängern, noch verhandeln sie bei Konflikten.

HM4HB respektiert und akzeptiert die Entscheidungen die Familien für sich selber getroffen haben. Wir fragen weder nach den Gründen warum Familien nach Muttermilch suchen, noch bevorzugen wir bestimmte Anfragen oder Angebote. Wir hoffen, dass alle Baby´s und Kinder die Muttermilch benötigen, diese auch erhalten, egal welchen Alters, Gesundheitszustandes oder welche persönlichen Umstände vorherrschen. Wir haben Angebote aus unterschiedlichen Familien, mit diversen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen und wir begrüßen diese Unterschiede.

HM4HB ist ein weltweites Netzwerk das tausende von Menschen von der ganzen Welt vereint. Um die Individualität aller Mitglieder entsprechend respektieren zu können, und um für alle Kulturen und Sprachen relevant zu sein, ist unser interner Entscheidungsprozess geführt von Konsens, Respekt und Zusammenarbeit. Wir streben nach effektiver Kommunikation, Verantwortbarkeit und Transparenz.

Familie Gastartikel

Warum erschöpfte Mütter keine Facebook Posts brauchen

Hi! Mein Name ist Jasmin Kreitmeier. Ich blogge auf Mamaherz und Bauchgefühl über attachment parenting, das artgerechte Leben mit Babys und über Mama-Burnout und (Wochenbett-) Depressionen. Ich bin selbst Mama von zwei Kindern und begleite als Stillberaterin, artgerecht Coach und Sozialpädagogin, junge Mütter (Eltern) on- und offline auf ihrem individuellen Weg ins bindungs- und bedürfnisorientierte (oder artgerechte) Familienleben. Und ich hab sowohl Burnout, als auch Wochenbettdepression selbst durchgemacht und überstanden.

Ganz ehrlich, wenn ich solche Artikel lese, wie sie auf fb immer wieder geteilt und mit likes und Herzchen versehen werden (der hier zum Beispiel), stellen sich mir die Nackenhaare auf. Oder ich frag mich einfach, wie blind wir manchmal sind. Denn nicht immer ist die Situation so einfach, wie es sich anhört. Diese Artikel, die von Vätern erzählen, die feststellen, wieviel ihre Frauen alleine Zuhause mit einem Baby doch alles schaffen und was sie alles meistern müssen. Während sie in der Arbeit sind und das Geld verdienen. Wie wenig Anerkennung ihre Frauen eigentlich bekommen. Wie wenig Hilfe und Unterstützung und wie wertvoll diese Arbeit als Mutter doch eigentlich ist.
Dann posten diese stolzen Väter ihre Anerkennung auf FB, wie wundervoll sie es doch finden, wenn ihre Frau den ganzen Tag lang nichts isst, weil sie sich nur mit ihrem Baby beschäftigt. Weil sie aufsteht und das Baby stillt oder füttert, dann den Haushalt macht und kocht, das Baby zum Schlafen hinlegt und wenn es wieder wach ist, wieder mit ihm spielt. Und wenn der Papa dann nach Hause kommt, total k.o. mit Kind am schlafen ist und immer noch nichts gegessen hat. Welche Mutter wird gerne in aller Öffentlichkeit so bloß gestellt?! Statt so etwas zu posten, wäre es besser, er würde den Zustand seiner Frau erkennen und mit ihr darüber sprechen und mit ihr Hilfe in die Wege leiten.

Warum ich diese Artikel so schlimm finde

….ist, weil die Männer voll des Lobes und der Anerkennung sind für ihre Frauen und diese Verhaltensweise von ihren Frauen als ganz normal betrachten. Sich für ihr Kind aufzuopfern und ihre eigenen Bedürfnisse zu verleugnen, bis hin zur Selbstaufgabe. Wie kann das normal sein? Es ist nicht normal. Es ist gefährlich. Wie gesagt, ich spreche aus eigener Erfahrung. Ganz besonders gefährlich dabei ist, dass es keinem auffällt, wie schlecht es so einer Mutter gehen kann. Nur Mütter die das ganze selbst erlebt haben, bei denen gehen oft die Alarmglocken an. Wenn sie hören oder lesen, dass die Mutter sich nicht um sich selbst kümmert, den ganzen Tag nichts isst. Wie gesund kann das sein? Wie gut kann eine Mutter sich um ihr Kind kümmern, wenn sie nicht bei Kräften bleibt, weil sie sich nicht drum kümmert genug zu essen. Wie bedürfnisorientiert kann eine Mutter sein und ihrem Kind vorleben, dass Bedürfnisse wichtig sind und dass man auf die eigenen Bedürfnisse achten muss, wenn sie ihre eigenen Bedürfnisse komplett ignoriert.

Es ist nicht normal. Nicht für „Mainstream“-Mamas und nicht für bedürfnisorientierte/ attachment parenting-Mamas. Die Biologie hat zwar vorgesehen, dass Mütter ihre eigenen Bedürfnisse als nicht mehr ganz so wichtig einstufen, um sich fürsorglich den Bedürfnissen ihres Nachwuchses zu widmen und die Erhaltung der Art zu gewährleisten. Trotzdem ist es wichtig auf die eigenen Bedürfnisse zu achten. Genug zu essen, zu trinken, zu schlafen, mal raus zu kommen an die frische Luft, Freunde zu treffen und sich mal mit Gleichgesinnten auszutauschen. Nicht immer nur in der Bude sitzen und die eigenen vier Wände auf sich zukommen zu sehen, während man versucht seinem Baby ein schönes Leben zu machen. Jede andere Tier-Mama (ja, Menschen sind auch nur Tiere) muss auch auf ihre (wichtigsten) Bedürfnisse achten. Eine Fuchs-Mama, die nicht regelmäßig den Bau verlässt um zu jagen, würde neben ihren Jungen verhungern und diese gleich mit. Nur so als Beispiel.

Höllentrip mit verstecktem Notausgang

Eine Mutter die nicht auf sich selbst achtet, landet zwangsläufig in einem Mama-Burnout und ein Burnout endet häufig in einer Depression. Du hast kein Gefühl mehr für dich selbst, weil du dich selbst so lange ignoriert hast. Abgesehen von deinem Kind hast du keinen Sinn mehr in deinem Leben und keine Freude mehr. Überhaupt, etwas zu fühlen wird schwierig. Du läufst nur noch auf Autopilot. Für dein Kind. Aber von deinem Leben ist nicht mehr viel übrig. Von dir selbst auch nicht. Ein Höllentrip. Das muss aber nicht sein. Im Problem liegt gleichzeitig auch schon die Lösung (der Notausgang).
Du musst einen Weg finden, einen Mittelweg zwischen deinen Bedürfnissen und denen deines Kindes. Dich nicht selbst aufgeben dafür. Denn wenn du keine Kraft mehr hast, weil du dich nicht um dich kümmerst, wer soll sich dann um dein Kind kümmern?! Wenn du nicht genug Schlaf hattest, wer ist dann ausgeschlafen und fröhlich genug, um mit deinem Kind zu spielen und zu lachen und zu toben?!

Im Überblick

Symptome für einen Burnout:

ein Zustand großer Erschöpfung; permanente Müdigkeit, Kraftlosigkeit
Mangelndes Interesse am Beruf oder Aufgabenbereich
innere Unruhe
Gefühle des Versagens, der Sinnlosigkeit
Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen
Lustlosigkeit, Übellaunigkeit, Gereiztheit
Stimmungsschwankungen
Schlafstörungen
Gefühle der Überforderung/Überlastung
Verzweiflung bis hin zu Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit
körperliche Symptome ( Kopf- und Rückenschmerzen, Magen-/ Darm-Beschwerden, Herz-/ Kreislaufprobleme, Schwindel, häufige Infekte, Hörstörungen, wie Hörsturz oder Tinnitus)
(Erschöpfungs-) Depressionen
(Quelle)

Symptome für eine Depression:

Müdigkeit, Erschöpfung, Energiemangel
Traurigkeit, häufiges Weinen
Inneres Leeregefühl
allgemeines Desinteresse
zwiespältige Gefühle gegenüber dem Kind
Konzentrations- und Schlafstörungen
gedrückte Stimmung, Niedergeschlagenheit
Schuld-, Versagensgefühle
Hoffnungslosigkeit
Appetitlosigkeit
Ängste, extreme Reizbarkeit, Panikattacken, Zwangsgedanken (wiederkehrende destruktive Vorstellungen und Bilder, die nicht in die Tat umgesetzt werden)
Selbstmordgedanken
(Quelle)

Diese Symptome müssen länger als zwei Wochen bestehen.

Im Flugzeug

Ich liebe den Vergleich von den Flugzeugturbulenzen (Druckabfall in der Kabine). Wenn ein Flugzeug in Turbulenzen gerät und die Atemmasken runterfallen, wem setzt du dann die Maske zuerst auf? Deinem Kind oder dir selbst? Bei solchen Turbulenzen fällt der Luftdruck und Sauerstoffgehalt der Luft dramatisch. Du musst zuerst dir selbst die Maske aufsetzen, damit du genug Sauerstoff bekommst. Denn wenn du nicht mehr genug Sauerstoff bekommst, bist du bewusstlos. Dann kannst du deinem Kind nicht mehr helfen. Erst wenn du die Maske auf hast kannst du auch deinem Kind die Maske aufsetzen und zuverlässig für es da sein. Denn wenn du deinem Kind zuerst die Maske aufsetzt und selbst bewusstlos wirst, ist dein Kind auf sich allein gestellt. Und das ist etwas, das keine Mutter will.

Dein Leben, deine Verantwortung

Fang an für dich selbst die Verantwortung zu übernehmen. Überleg dir, mit welchem ersten kleinen Schritt du dein Leben wieder in die Hand nehmen kannst. Was brauchst du, damit es dir gut geht? Regelmäßiges Essen, genug Schlaf, täglich ein Spaziergang draußen in der Natur, ein Treffen mit einer Freundin, ein bißchen Sport? Trau dich mit jemandem darüber zu sprechen, wenn du merkst, dass du immer weiter abdriftest und in einem Loch versinkst. Bitte um Hilfe.
Es ist wichtig hinzuschauen. Wenn du selbst betroffen bist, oder wenn du siehst, dass es eine Freundin, Schwester oder wem auch immer nicht gut geht. Oder deiner Partnerin. Es ist wichtig hinzusehen und nicht zu glauben, dass es normal ist, sich selbst aufzugeben, nicht zu essen und nur fürs Kind da zu sein. Erst wenn das Bewusstsein der Menschen dafür sensibilisiert ist, dass es nicht normal ist, sich dermaßen aufzugeben, und dass es Müttern denen es so geht, manchmal wirklich nicht gut geht, dass sie Hilfe und Unterstützung brauchen, auch wenn sie es nicht sagen. Dass man trotzdem dran bleibt und die Unterstützung gibt. Ungefragt oder abgesprochen. So wie Hilfe angenommen werden kann. Manchmal fehlt den Müttern einfach die Kraft selbst noch etwas zu unternehmen. Dann brauchen sie die Hilfe und Unterstützung von außen. Dann brauchen sie Hilfe, um einen Termin auszumachen, für den Arzt oder Therapeuten oder eine Beratungsstelle. Oder auch nur zum Einkaufen.

Schau hin und sag was!

Es ist nicht normal alles alleine schaffen zu müssen. Es ist nicht normal mit dem Kind den ganzen Tag alleine zu sein und sich nur mit seinem Kind zu befassen und die eigenen Bedürfnisse komplett hinten an zu stellen. Schau nicht drüber hinweg, wenn du merkst, dass eine Mutter nicht gut klar kommt damit, dass sie Hilfe braucht, dass es ihr nicht gut geht. Dass sie total erschöpft ist, sich nicht mehr richtig freuen kann. Wenn du merkst, sie überspielt ihre Traurigkeit, dann sag etwas. Biete Hilfe an und bleib hartnäckig. Aber vor allem, beurteile nicht ihre Lage und verurteile nicht, was sie noch schafft oder nicht schafft. Wenn du nicht erlebt hast, wie es ist in einem Burnout oder einer Depression zu stecken, kannst du es nicht nachvollziehen. Dieses grauenvolle Gefühl eigentlich gar nichts mehr zu fühlen. Keine Kraft mehr zu haben für egal was.

Es ist eine Krankheit. Es ist einen Krankheit, die geheilt werden kann. Es ist kein Schicksal. Kein Zustand, der für immer und ewig anhält – nicht anhalten muss. Manchmal ist es ganz einfach und leicht und es kann sich ganz schnell ganz viel verändern. Sobald man anfängt sich zu bewegen und den ersten Schritt in die richtige Richtung wagt. Aber oft braucht man dafür Hilfe und einen kleinen Schubs. Also mach die Augen auf und trau dich etwas zu sagen. Gerade wenn du eine bedürfnisorientierte Mama bist oder ein bedürfnisorientierter Papa.

Bedürfnisorientierte Elternschaft funktioniert nicht in der Kleinfamilie. Daran gehst du über kurz oder lang kaputt. Bedürfnisorientiert, artgerecht, kannst du nur gut im Clan leben. Nur mit der Unterstützung von anderen Müttern und Vätern, Onkeln, Tanten, Omas, Opas, Freunden, Nachbarn, Erziehern und Lehrern, allen möglichen, die in deinem Clan mit eine Rolle spielen als Bezugspersonen für deine Kinder. Nur in diesem Clan kann bedürfnisorientiertes Leben mit Kindern gut gestaltet werden, so dass alle glücklich und zufrieden sind und genug Kraft haben für ihr Leben – und genug Freude. Bedürfnisorientiert allein reicht nicht. Das ist nicht zu schaffen. Menschen sind soziale „Herdentiere“, wir gehören in eine Sippe und sind nicht für das Leben in einer Kleinfamilie vorgesehen. Als Mama oder Papa alleine kannst du nicht gut bedürfnisorientiert für deine Kinder und für dich selbst sorgen. Dafür brauchst du einen Clan, ohne ihn gehts nicht.

Überleg dir bitte was du in sozialen Netzwerken schreibst oder teilst. Nicht jeder Artikel mit „Herzchen-Faktor“ ist auch in Wirklichkeit so süß, lieb, vorbildlich, anerkennend oder was auch immer. Schau hinter die Kulissen. Manchmal steckt mehr dahinter: eine traurige, erschöpfte, dramatische oder sogar lebensgefährliche Lebenssituation einer Mutter (und ihres Kindes). Schau hin und spüre was zwischen den Zeilen steht.
Wenn du bei dir selbst oder einer nahestehenden Person ähnliche Veränderungen erkennst, wie hier beschrieben, suche dir eine vertrauenswürdige oder/ und fachkundige Person und sprich mit ihr darüber. Zusammen könnt ihr die nächsten Schritte überlegen.

Ich wünsch dir alles Gute und schau gerne mal auf meiner Homepage vorbei.

Deine Jasmin

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Günstige Barfußschuh-Alternativen

 

Barfußschuhe sind im Trend! Es gibt immer mehr Hersteller, die sich auf diese Art von Schuhen für Kinder und Erwachsene spezialisieren. Und das zurecht: mittlerweile wird immer deutlicher, dass das Barfußlaufen sowohl für die Füsse als auch für den gesamten Körper eigentlich die gesündeste Fortbewegungsart ist. Einen ausführlichen Gastartikel, warum das Barfußlaufen so gut und wichtig ist, von einer echten Expertin zu diesem Thema, findet ihr hier. (Dieser Artikel enthält Affiliate Links, wenn ihr über diese Links irgendetwas einkauft unterstützt ihr damit unsere Arbeit hier.)

Meine ersten Barfußschuhe…

…waren Leguanos und ich war sofort begeistert – auch wenn ich nach dem ersten Tragen direkt einen Höllen-Muskelkater hatte. Denn in diesen Schuhen läuft man, anders als in den meisten anderen Schuhen, im sogenannten Ballengang (ein Video dazu findet ihr am Ende dieses Beitrags) und der fordert vor allem die Fuß- und Wadenmuskulatur deutlich mehr, als es die meisten von uns gewohnt sind.

Wir haben mittlerweile verschiedene Marken nach Hause bestellt – im Fachhandel gibt es bislang leider nur extrem wenig Auswahl an Barfußschuhen, selbst bei uns in Hamburg – und durchprobiert. Die Preise variierten bei den meisten Paaren zwischen ca. 70 – 150€ – was wirklich eine Menge Geld ist, zumindest für uns, die wir beide noch studieren. Die von uns, bisher, ausprobierten Markenschuhe sind: Leguanos, Vibram Fivefingers, Vivobarefoot und Wildlinge.

Barfußschuhe haben möglichst dünne und flexible Sohlen

deren Stärke sich meist in einem Bereich von 2-4 Millimetern bewegt. Im Endeffekt sollen diese Schuhe dem Träger das Gefühl und, vor allem, den Bewegungsablauf von Barfußlaufen ermöglichen und den Fuß trotzdem vor all zu starken oder gar gefährlichen Reizen wie Kieselsteinen oder Scherben, aber auch Dreck, schützen.

Also habe ich mich mal ein bisschen umgesehen und schlau gelesen und bin dabei auf einige nette Alternativen gestoßen. Vorab sei noch gesagt: ja, die meisten dieser Schuhe sind aus Kunststoffen. Das sind die teureren, wie die Leguanos, allerdings auch. Dafür sind sie vegan und problemlos in der Maschine waschbar. Wer lieber natürliche Materialien verwenden will, kann, so lange es trocken ist, auch die ganz normalen Lederschlappen verwenden.

Meine Barfußschuhe von Mares

Meine Neoprenschuhe von Mares.

Taucher- oder Neoprenschuhe erfüllen ihre Aufgabe als Barfußschuhe, nach meinen bisherigen Erfahrungen, am allerbesten. Die Sohle ist dünn und flexibel, aber trotzdem stark genug, um allen ernsthaften Widrigkeiten zu trotzen. Kein Wunder: auch unter Wasser sollen diese Schuhe den Träger ja vor scharfkantigen Steinen, Muscheln und ähnlichem schützen.

 

 

 

Für Kinder gibt es sogenannte Aquasocks die eigentlich auch für den Strand und das Meer gedacht sind. Diese eignen sich aber auch hervorragend als Barfußschuhe! Allerdings gibt es dabei auch Modelle (wie zum Beispiel die von PlayShoes) deren Sohle ich, im Vergleich zu denen anderer Firmen, schon wieder etwas zu dick fand. Die Aquasocks gibt es mittlerweile auch für Erwachsene, diese haben wir aber selbst noch nicht ausprobiert!

 

Beco BarfußschuheVon der Sohle her etwas dicker, dafür aber auch etwas mehr nach „normalen“ Schuhen aussehend sind die Badeschuhe der Firma Beco, die ich als wirklich bequem empfand, die Sohle aber als etwas dicker (ungefähr im Bereich der von Vivobarefoots, für diejenigen unter euch, die diese Barfußschuhmarke schon mal ausprobiert haben) und sie daher für mich wieder aussortiert habe. Diese gibt es auch für Kinder.

 

Ich habe mir noch dieses bunte Modell gegönnt, dessen Preis, Farbe und Sohle ich perönlich sehr überzeugend fand – auch wenn mir klar ist, dass das längst nicht jedermans Geschmack ist. Zum Glück gibt es aber auch dieses Modell in vielen verschiedenen Farbkombinationen!

 

 

Familie

Bedürfnis-orientiert.de spricht mit: Marcus Kesselbauer von Moop Mama

 

 

Moop Mama kenne ich, seit ich meinen Mann kenne. Die Band war das allererste, was ich von seinem Musikgeschmack mitbekommen habe. Die Homepage der Urban Brass Band findet ihr hier.

Umso witziger fand ich es, als ich zufällig Marcus‘ Frau kennenlernte und sich herausstelle, dass die beiden auch ihre Tochter bedürfnisorientiert erziehen. Und glücklicherweise war Marcus, als er zuletzt in Hamburg am neuen Moop Mama Album arbeitete, so nett, einen kurzen Zwischenstopp bei uns zu Hause einzulegen, damit wir dieses Interview mit ihm führen konnten.

Hier also exklusiv für euch:

Marcus Kesselbauer von Moop Mama über (öffentliches) Stillen, Tragen, Jedes Kind kann schlafen lernen und die Autonomiephase auf unserem neuen YouTube-Kanal, den ihr natürlich gerne abonnieren dürft. Viel Spaß!

 

 

Und hier noch der Link zu meinem persönlichen Lieblingslied von Moop Mama:

Allgemeine Infos Familie

Erste Hilfe bei Stress für Mütter

In diesem Artikel geht es quasi um emotionale erste Hilfe.

Für solche Tage und Situationen, an/in denen einem als Mutter der gerade alles „um die Ohren fliegt“. Wenn du Nachts nur 3 Stunden Schlaf bekommen hast – und die noch nicht Mal am Stück. Wenn dein Baby gerade clustert und dein Großer will, dass du mit ihm fangen spielst. Wenn dein Haushalt so aussieht, dass RTL2 demnächst eine Doku über euch drehen könnte und du dich als Mutter als Totalversagerin fühlst, die weder ihren Kindern geschweige denn sich selbst gerecht wird.
Solche Situationen und Gefühle kennst du nicht? Dann stöbere doch eher nochmal in den anderen Artikeln hier auf der Homepage, denn dieser hier wird dich nicht weiterbringen 😉

Alle anderen unter euch, die solche Tage, Nächte und Gefühle kennen: du bist eine gute Mutter! Du tust dein Möglichstes, um dein Kind bedürfnisorientiert aufwachsen zu lassen obwohl du darin – wahrscheinlich – keinerlei Vorbild hast und dir alles selbst erarbeiten musst. Das kostet Kraft, ist manchmal wahnsinnig anstrengend und zeitaufwändig. Sei nicht zu hart mit dir selbst!

Um dich zu unterstützen kommen hier meine besten Tipps für solche stressigen Situationen. Und da man so was ja immer gerne liest, sich denkt „Au ja, das ist super, das mache ich beim nächsten Mal auch!“ und wenn es dann so weit ist hat man vor lauter Stress wieder alles vergessen, findet ihr diese Tipps am Ende dieses Artikels auch noch als PDF-Dokument zum downloaden, ausdrucken und an die Wand hängen! Mein Beitrag für entspanntere Mütter und fröhliche Kinder:

1. Wahrnehmen:

du bist mit dem falschen Bein aufgestanden, dein Kind ist krank oder in einem Entwicklungsschub und eigentlich stehen heute 3 Termine an. Du treibst euch alle an und machst dich womöglich noch dafür fertig, dass das alles nicht so klappt wie du es dir vorgestellt hast. Du bist also gestresst und ES IST DIR AUFGEFALLEN! Am Anfang steht immer die Wahrnehmung, herzlichen Glückwunsch, dass du das geschafft hast 🙂

2. Was tun?

Brauchst du eher eine Pause, Ruhe und vielleicht etwas Schlaf?
Oder brauchst du eher einen Perspektivwechsel, Gessellschaft, Energie und gute Laune?

3. Wenn du eine Pause brauchst:

  • Reicht es, für 5 Minuten zu meditieren oder dich mit einer Tasse Tee/Kaffee hinzusetzen?
  • Gibt es eine Möglichkeit, dein Kind spontan für eine Stunde zB zu Oma und Opa oder einer Freundin zu geben, damit du wieder durchatmen kannst?
  • Hilft es dir vielleicht, für ein paar Minuten Yoga zu machen?
  • Kannst du eine ruhige Aktivität mit deinem Kind machen? Malen? Eine Phantasiereise auf CD? Ein Massagespiel?
  • Falls es dir an Schlaf fehlt: kannst du dich mit deinem Kind zB vor einen Film kuscheln und dort ein bisschen dösen?

4. Wenn du gute Laune brauchst:

  • Mach dir deine Lieblingsmusik an, oder hör dir unseren Gute-Laune-Mix auf YouTube an (wir freuen uns immer über Vorschläge für diese Liste in den Kommentaren!).
  • Tanze mit deinem Kind ausgelassen zu dieser Musik, albert herum, tobt und lacht.
  • Sieh dir auf YouTube Videos an, die dich zum lachen bringen – auch hierfür erstellen wir grade eine Liste!
  • Zieht euch an und geht raus. Manchmal reicht ein Ortswechsel schon völlig aus um alles zu verändern.
  • Triff dich mit Freunden, egal ob diese auch Kinder haben oder nicht: in Gesellschaft fällt einem fast alles leichter.

Erste-Hilfe-bei-Stress-Download <klick

Du hast weitere Tipps, die du an  andere Mütter weitergeben möchtest? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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Diese 7 Dinge brauchst du wirklich für dein Baby:

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links: wenn ihr über diese Link irgendetwas einkauft bekomme ich eine kleine Provision, ohne Mehrkosten für euch.

In vielen Schwangerschaftsratgebern gibt es ausführliche Listen, welche Anschaffungen man tätigen sollte, wenn man ein Baby erwartet. Nach meiner Erfahrung, und so weit ich mitbekommen habe auch nach der Einschätzung vieler anderer Mütter, braucht man aber tatsächlich nur einen Bruchteil dessen, was man in der Schwangerschaft noch für unerlässlich hält. Diese Liste soll euch vor teuren Anschaffungen bewahren, die ihr hinterher vermutlich doch nicht unbedingt brauchen werden.

Was braucht man also wirklich für ein Neugeborenes?

  1. Ein Tragetuch oder eine gute Tragehilfe: euer Baby wird wahrscheinlich sehr viel Körperkontakt brauchen, auch dann, wenn ihr eigentlich gerne mal etwas Zeit für euch hättet oder ihr egentlich mal wieder das Bad putzen oder euch etwas leckeres kochen wollt. Hier kann ein Tragetuch oder eine gute Tragehilfe von unschätzbarem Wert sein – ihr habt die Hände frei und euer Baby bekommt trotzdem den Körperkontakt, den es so dringend braucht.
  2. Wickelbodys: besonders beim ersten Kind fand ich Wickelbodys, die nicht über den Kopf gezogen werden müssen unheimlich praktisch. Am Anfang, wenn man sich noch unsicher ist, wie man den neugeborenen Menschen am besten hält und hochhebt fand Wickelbodys sehr viel angenehmer anzuziehen, als diejenigen, die man seinem Baby auch noch über den Kopf ziehen muss. Mindestens acht davon solltet ihr euch in der ersten Größe (50/56) anschaffen, damit ihr genügend zum wechseln habt.
  3. Windeln: egal, ob ihr euch Wegwerfwindeln, Stoffwindeln oder Windelfrei entscheidet – ein paar Windeln werdet ihr auf jeden Fall brauchen und wenn es nur als Back-up für Windelfrei ist. Wenn ihr euch komplett mit Stoffwindeln ausstatten wollt braucht ihr, je nach System, ca. 20, als Back-up benötigt ihr ca. 4-5.
  4. Ein Gymnastikball kann euch helfen, wenn euer Baby in den Abendstunden unruhig wird und ihr keine Möglichkeit habt, einen längeren, flotten Spaziergang zu übernehmen. Einfach mit Baby auf dem Arm oder im Tragetuch auf dem Ball hopsen. So ein Ball kann übrigens auch schon während der Schwangerschaft bei der Entlastung des Rückens helfen.
  5. Babyklamotten: am besten und günstigsten bekommt ihr diese auf Babyflohmärkten. Es ist sowohl nachhaltiger, gebrauchte Babykleidung zu kaufen, als auch deutlich günstiger, da viele Kleidungsstücke bereits ab einem Euro verkauft werden. Zusätzlich sind so die meisten Schadstoffe, die in neuer Kleidung oft enthalten sind, schon herausgewaschen worden. Es lohnt sich auch hier, auf Kleidung zuachten, die nicht über den Kopf gezogen werden muss (die wenigsten Babys mögen das) und zB von unten her geöffnet werden kann um schnell mal eine Windel zu wechseln. Für windelfrei und das Tragen von Babys können zusätzlich Babystulpen sinnvoll sein.
  6. Einen Schlafsack: ehrlicherweise muss man sagen, dass ihr vermutlich eher zwei brauchen werdet, da auch diese schnell mal vollgespuckt werden. Ich habe mich damals für Schlafsäcke aus reiner Baumwolle entschieden, ohne Plastikfüllung aus 100% Polyester. Diese sind zwar dicker/wärmer, aber eben aufgrund des enthaltenen Kunststoffs.
  7. Mullwindeln/Spucktücher: es gibt sie in schlicht weiß, so dass man sie, bei Bedarf, auf 90°C waschen kann, aber es gibt auch immer mehr Mulltücher aus buntem Stoff oder mit Mustern.

Dinge, deren Anschaffung sich lohnen kann:

  1. Ein Stillkissen: ein bequemes Stillkissen kann schon in der Schwangerschaft helfen, deinen Körper im Liegen angenehm abzustützen. Beim stillen selbst, brauchen viele Frauen kein Stillkissen, andere widerum finden es angenehm, diese Entlastungsmöglichkeit zu haben. Du solltest immer in einer für dich bequemen Position stillen, egal ob mir oder ohne Kissen!
  2. Ein Beistellbett: für mich persönlich war das Beistellbett eine überflüssige Anschaffung, da mein Kind die ersten 3 Monate nur auf mir und danach ausschließlich mit direktem Körperkontakt geschlafen hat. Das Bett war für uns also mehr ein Nachttisch und Rausfallschutz, aber das wäre auch deutlich günstiger gegangen.
  3. Eine Federwiege: für manche Eltern ist eine Federwiege, in der das Baby sanft geschaukelt wird, ein echter Lebensretter, andere Babys lassen sich auch von dem gemütlichen Geschuckel nicht täuschen und akzeptieren nur echtes herumlaufen inklusive Körperkontakt.
  4. Eine Babyautoschale: wenn ihr ein Auto habt oder zumindest öfter mal eines nutzt braucht ihr in jedem Fall eine Autoschale für Babys. Besonders gut sind diejenigen, die eine Liegefunktion haben, da durch die gekrümmte Haltung in der Babyschale die Sauerstoffsättigung im Blut des Babys absinken kann. Dies wird durch eine Liegefunktion verhindert.

Welche Dinge habt ihr zusätzlich als wirklich lebensnotwenig mit Kind empfunden? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

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Stillpausen und Stillabstände: wer hat sich das eigentlich ausgedacht?

Es vergeht nahezu kein Tag, an dem ich nicht höre, dass irgendein eigentlich medizinisch gut ausgebildeter Mensch einer stillenden Mutter Dinge wie: „Sie müssen mindestens zwei Stunden Abstand zwischen den Stillmahlzeiten lassen!“ empfiehlt. Auch gerne genommen: „Sie müssen die Stillabstände aber jetzt mal auf drei (oder gar vier) Stunden verlängern!“ Dazwischen soll dann doch bitte Wasser oder Tee gegeben zum überbrücken gegeben werden. Paradoxerweise wird so etwas auch immer besonders häufig Müttern empfohlen, bei deren Kinder ohnehin schon mit der Gewichtszunahme kämpfen. Die Lösung dieses Dilemmas soll dann oft das Zufüttern von Pre-Nahrung sein. Ah ja.

Der einzig sinnvolle Grund, der mir dafür einfällt, ist das Abheilen von eventuell wunden Brustwarzen. Ansonsten gibt es keinen einzigen, mir bekannten Grund, der irgendwelche Abstände zwischen dem Stillen rechtfertigen oder gar empfehlenswert machen würde!

Tatsächlich scheint es aber so,

dass der Kinderarzt Adalbert Czerny in den 1920er Jahren, also in den Anfängen der Pulvermilch die zu dieser Zeit zu großen Teilen aus Kuhmilch bestand die für Neugeborene schlecht zu verdauen ist, beobachtet hat, dass sich die mit Ersatzmilch gefütterten Süglinge besser entwickelten, wenn mindestens 4 Stunden Pause zwischen den Mahlzeiten gemacht wurde. Er schloß daraus, dass es dies auch für  gestillte Babys gelten müsse und verbreitete seine falsche Theorie in seinen Büchern über Säuglingspflege. Und dieses Ammenmärchen hält sich bis heute!

Das Gegenteil ist aber der Fall:

je häufiger angelegt wird, desto mehr Milch wird produziert, was also grade bei Babys, die eine zu niedrige Gewichtszunahme haben sollen, positiv ist! Und zusätzlich hat Muttermilch einen sehr hohen Kaloriengehalt, nämlich 70kcal auf 100ml! Zum Vergleich: 3,5%ige Kuhmilch – aus der Pre-Nahrung hergestellt wird, hat grade mal etwas mehr als halb so viel mit 45kcal pro 100ml. 100g selbstgekochter Möhrenbrei hat grade mal 33kcl auf – auch ein verfrühter Beikoststart ist also definitiv nicht des Rätels Lösung!

Außerdem wird Muttermilch vom Körper immer an die Bedürfnisse des jeweiligen Babys angepasst und sie liefert ohne Ende gute Inhaltsstoffe, die zum Beispiel die Darmflora mit aufbauen und (d)ein Baby vor Krankheiten schützen.

Also bitte: wenn dir irgendjemand, egal ob Familienangehöriger oder Arzt empfiehlt, dein Baby weniger oft zu stillen: ignoriere es oder gib ihnen die Informationen aus diesem Artikel weiter, wenn du mutig und/oder in der Laune zu diskutieren bist. Stillen nach Bedarf ist nach wie vor immer die richtige Wahl, solange nicht ein ernsthafter Einbruch der Wachstumskurve zu verzeichnen ist oder dein Baby deutlich zu wenig nasse Windeln in 24 Stunden produziert.

Familie Stillen Wichtige Informationen

Richtig Zufüttern – Saugverwirrung vermeiden

Brusternährungsset

Je kleiner ein Baby ist, desto größer ist die Gefahr einer Saugverwirrung, wenn Muttermilch mit einer Flasche – zusätzlich zum stillen – gegeben wird. Die Trinktechnik, die ein Baby braucht, um Milch aus einer Flasche zu trinken ist nämlich eine deutlich andere als der sogenannte Saugreflex, den es zum trinken an der Brust benötigt.

Die Erklärung von Wikipedia hierzu:

Der Saugreflex ist eine unbedingte, das heißt angeborene, koordinierte Reflexbewegung bei vielen jungen Säugetieren, die in der Regel im Laufe der Entwicklung verlernt wird. Beim Menschen beispielsweise kann der Saugreflex bis gegen Ende des ersten Lebensjahrs nachgewiesen werden.

Ausgelöst wird der Saugreflex beim Neugeborenen bei Berührung der Lippen und der Zungenspitze. Die Bezeichnung Saugreflex ist insofern irreführend, als zumindest die Kälber des Hausrinds und menschliche Säuglinge die Milch nicht heraus saugen, sondern eher aus der Zitze oder der Brustwarze heraus pressen. Das Junge nimmt die Zitze in den Mund und presst sie zuerst mit der Zungenspitze und fortlaufend bis zur Zungenbasis rhythmisch gegen seinen harten Gaumen. Dadurch wird die Zitze entleert. Durch Nachlassen des Drucks kann sich die Zitze schnell wieder füllen (Ejektionsreflex), und der Vorgang beginnt von neuem. Menschliche Säuglinge, die mit der Flasche ernährt werden, lernen schnell, die Milch heraus zu saugen anstatt zu pressen. Dann ist es sehr schwierig, sie wieder an die Brust zu gewöhnen. Quelle

In diesem Video kann man diese Technik sehr schön sehen:

Dieser Saugreflex verschwindet normalerweise, wenn er nicht mehr benötigt wird, also auch, wenn er nicht genutzt bzw. gefordert wird. In dem Wikipediaartikel wird von der Nachweisbarkeit bis zum Ende des ersten Lebensjahres gesprochen. Das hat allerdings eher damit zu tun, dass nur sehr wenige Kinder länger als 12 Monate gestillt werden.

Das saugen an Flasche und Schnuller sorgt also ebenso für den langsamen Abbau dieses Reflexes als wenn das Baby nirgendwo dran saugen würde. Nur das saugen an der Brust hält diesen Reflex dauerhaft aufrecht! Eine Saugverwirrung entsteht also dann, wenn schon ein Teil dieses Reflexes abgebaut wurde, da ein Baby zu viel an der Flasche oder am Schnuller gesaugt hat.

Nachdem wir jetzt also geklärt haben, was eine Saugverwirrung ist und wie sie entsteht erklärt sich auch, warum es keine gute Idee ist einem gestillten Baby Muttermilch oder (Muttermilchersatznahrung) mit einer Flasche zu geben. Kommen wir also jetzt zu den Alternativen:

  • ein kleines Glas, wie zB ein Schnapsglas
    • es gibt auch extra Muttermilchbecher die abgerundet sind und so leichter an der Lippe des Babys anzusetzen sind
  • ein Teelöffel
  • ein Esslöffel
  • eine Kunststoffspritze ohne Kanüle
  • ein Brusternährungsset, dass mit Muttermilch oder Muttermilchersatznahrung befüllt wird und von dem ein dünner Schlauch direkt zur Brustwarze der Mutter geführt wird (siehe Bild). Das Baby saugt so ganz normal an der Brust, bekommt aber zusätzliche Milch über den Schlauch.
  • FingerFeeder
  • SoftCup Spezial-Trinkbecher

Trinken aus kleinem Becher

Und hier noch ein schönes Video in dem man sehen kann, wie ein Papa seine 2 Tage alte Tochter mit einem kleinem Becher füttert:

Was für Erfahrungen habt ihr mit diesen Alternativen zu Flaschen gemacht? Habt ihr noch weitere Ideen oder Anregungen? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Familie Kommunikation

Windelfrei – was ist das und was kann es?

Mein Mann und ich waren mit unserem 7 Wochen alten Baby auf einer Feier in einer Gaststätte. Als ich mit dem Minikind auf die Toilette ging wurde ich von einer Frau freundlich gefragt, ob sie das süsse Kind halten solle bis ich fertig bin. Ich lehnte dankend ab und verschwand mit Baby hinter der Klotüre. Nämlich nicht ich musste aufs Klo, sondern das Baby. „Aber zum Windeln wechseln gibt es doch Wickeltische!“ könnte man einwenden. Bei unserem Baby gab es aber nichts zu wechseln, denn das Baby hatte noch gar nicht gemacht! Wir haben nämlich ein „windelfreies“ Kind. Aber das konnte die hilfsbereite Frau ja nicht wissen…

Windelfrei bedeutet, wörtlich genommen, frei von einer Windel zu sein. Im deutschsprachigen Raum wird der Begriff meist verwendet für eine besondere Art des Umgangs mit Babys bzw. der Säuglingspflege.
Windelfrei, Natürliche Säuglingspflege (NSP), Ausscheidungskommunikation, Elimination Communication (EC) und TopfFit sind alles Begriffe dafür, ein Baby seine Ausscheidungen nicht in eine Windel machen zu lassen, sondern auf sein Bedürfnis diesbezüglich einzugehen und es abzuhalten (= über ein Töpfchen, Toilette, Wiese… zu halten), wenn es mal muss.
Hier ist auch ein großer Unterschied zum fälschlicherweise oft dafür gehaltenen Töpfchentraining oder Sauberkeitserziehung:

Bei windelfrei hält man das Baby ab wenn das Baby signalisiert, dass es mal muss (geht vom Kind aus). Bei der Sauberkeitserziehung wird das Kind aufs Töpfchen gesetzt, wenn der Erwachsene glaubt, dass es mal muss oder müssen soll, manchmal so lange bis es etwas gemacht hat (geht vom Erwachsenen aus). Dieses nur mal ganz grob zur Erklärung.

Was bringt es mit seinem Baby windelfrei zu machen?

Welche Vorteile hat windelfrei gegenüber dem Wickeln mit (den „praktischen“) Wegwerfwindeln?

Man spart natürlich eine Menge Windeln. Das ist gut für den eigenen Geldbeutel und für die Umwelt. Man muss weniger einkaufen und weniger Müll entsorgen. Auch der gesundheitliche Aspekt ist erwähnenswert: keine Windeldermatitis und Reduzierung von Koliken (weil die Babys nicht anhalten oder in die Windel drücken müssen).
Die Bindung zum Kind wird gefördert, da es sich in all seinen Bedürfnissen wahrgenommen fühlt. Ein häufig beobachteter Nebeneffekt ist das meist recht frühe trocken werden, im Vergleich zu den mit Plastikwindeln gewickelten Kindern.

„Aber woher weiß das Baby, dass es mal muss? Und wie erkenne ich das?“

Schon lange bevor sie sprechen können kommunizieren Babys über Körpersprache, Mimik, Laute und Gesten. Genauso wie ein Baby merkt, dass es müde oder hungrig ist und dies durch Körpersprache und Laute mitteilt, so tut es dies auch wenn es mal muss. Den meisten Eltern ist bekannt, dass Babys Bauchschmerzen verspüren. Blase und Darm befinden sich bekanntermaßen auch im Bauchraum und ein Baby spürt, genau wie wir, wenn Blase und/oder Darm zu voll ist und eine Entleerung bevor steht.
So wie jedes Kind Hunger oder Müdigkeit anders und unterschiedlich intensiv anzeigt durch Schmatzen oder Saugen an den Händen, Reiben der Augen oder Gähnen, so gibt es auch mehrere Anzeichen und Signale für „ich muss mal“. Ein oft dafür vorkommendes Zeichen, das viele Mütter eventuell schon beobachtet, es aber nicht als solches erkannt haben, ist Unruhe während des Stillens.

Windelfrei ist kein „Supermami-Wettbewerb“! Windelfrei ist eine Option, eine Alternative, eine Ergänzung zum täglichen Leben mit einem Baby oder Kleinkind. Windelfrei ist eine wunderschöne Möglichkeit auch auf diese Bedürfnisse des Kindes einzugehen.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es unter www.windelfrei-hamburg.de .

Babyschlaf

“Wie sichere ich mein Familienbett ab, so dass mein Kind nicht herausfällt?”

Diese Frage lese ich immer wieder in den unterschiedlichen Facebook-Gruppen und ich versuche, jedes Mal weiter zu helfen um möglichst vielen Eltern die Sorge, ein Familienbett könnte weniger sicher sein als ein eigenes Bett fürs Kind zu nehmen.

Warum ein Familienbett so gut und eigentlich sogar wichtig für ein Baby ist könnt ihr in meinem ausführlichen Artikel über Co-schlafen und Familienbett nachlesen. Zusätzlich erleichtert ein Familienbett das nächtliche Stillen enorm, da Mama und Baby schon beim stillen wieder entspannt wegschlummern können – also mehr Schlaf für alle!

Die Frage, ob das Familienbett unter Umständen gefährlich sein könnte hat übrigens auch der deutsche Kinderarzt Dr. Herbert Renz-Polster schon sehr ausführlich beantwortet.

Das das Kind, grade wenn es nach einigen Monaten mobiler wird, aus dem Bett herauspurzeln könnte ist allerdings eine Sorge vieler Eltern, weshalb ich es wichtig finde, dieses Thema aufzugreifen.

  1. Wenn euer Baby dies akzeptiert ist ein Beistellbett oder Babybalkon auf jeden Fall eine sehr gute Möglichkeit, euer Baby bei euch schlafen zu lassen und es trotzdem rundherum abgesichert zu haben.
  2. Wenn es räumlich möglich ist, ist die einfachste Möglichkeit, das große Bett für eine Zeit in eine Ecke des Zimmers zu schieben, so dass zwei Seiten in jedem Fall schon mal gesichert sind. Euer Baby kann dann an der Wand schlafen und es müsste höchstens noch das Fußende gesichert werden, falls euer Bett nach dorthin offen ist.
  3. Die nächste einfach Möglichkeit ist, dass euer Baby, wenn es etwas größer ist zwischen euch schläft so dass ihr der natürliche Rausfallschutz für euer Kind seid.
  4. Mit einem Stillkissen, und ggf. ein paar Sandsäcken (diese kann man auch ganz einfach selber nähen), kann man auch einen relativ wirksamen Rausfallschutz gestalten.
  5. Bettschutzgitter aus mit einem Bezug aus Netzstoff oder komplett aus Holz kann man am Lattenrost befestigen, so dass diese ziemlich stabil sind. Es gibt sie in verschiedenen Längen und auch als klappbare Varianten, so dass ihr nicht immer über diese zusätzliche Barriere hinüberklettern müsst.
  6. Alternativ oder zusätzlich könnt ihr den Boden rund um euer Bett mit verschiedenen Matten weicher gestalten, so dass euer Kind im Fall des Falles zumindest weich fällt. Hierfür eignen sich zum Beispiel PuzzlemattenKrabbelmatten oder Klappmatratzen die sich auch als Gästebett weiter verwenden lassen. Bei diesen Produkten solltet ihr allerdings unbedingt darauf achten, dass sie Schadstofffrei sind. Die Artikel, die ihr über die jeweiligen Links findet haben alle das Ökotex 100-Siegel.

Habt ihr noch weitere Ideen um Familienbetten gut abzusichern oder vielleicht sogar ein Foto von der Sicherungslösung eures Familienbetts? Ich freue mich auf eure Beiträge!

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