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Human Milk 4 Human Babies – Mission / Vision / Orientierungswerte

Dies ist der offizielle Beschreibungstext der Organisation „Human milk 4 for human babies„, die sich vor allem über Facebook organisiert und sich für den privaten Austausch von Muttermilch von Familie zu Familie einsetzt. Die Milch einer anderen Mutter wird, auch in den WHO-Empfehlungen, noch vor Pulvermilch als Alternative zu Muttermilch der eigenen Mutter eines Babies genannt.

In Absprache mit HM4HB und durch die Hilfe zweier engagierter Leserinnen wurde der englische Text ins Deutsche übersetzt und ist für euch so, erstmals, auf Deutsch verfügbar. Und hier kommt ihr zur deutschen Facebookseite des HM4HB-Netzwerkes bei der ich auch Administratorin bin.

Unsere Mission:

Die Mission des Globalen Netzwerkes von Human Milk 4 Human Babies ist es, die Ernährung von Baby´s und Kindern mit Muttermilch weltweit voranzutreiben. Wir widmen unsere Aufmerksamkeit fördernden Einrichtungen und örtlichen Familien, die sich dazu entschieden haben, Muttermilch zu teilen.

Unsere Vision:

HM4HB ist ein globales, milchverteilendes, Netzwerk, ein virtuelles Dorf, welches tausende Menschen aus über 50 Ländern vereint. Wir sind Mütter, Väter, Adoptivfamilien, Großeltern, Hebammen/Geburtshelfer, Stillberater, Ehrenamtliche, Unterstützer, Spender und Empfänger, die zusammengekommen sind, um diese einfache Idee, dass alle Baby´s und Kinder das Recht haben menschliche Muttermilch zu erhalten, zu unterstützen. Wir nutzen SocialMedia Plattformen für örtliche Familien, damit diese echte Verbindungen aufbauen, und als Gemeinschaft zusammenkommen können, in dieser Frauen dann großzügig und nachhaltig ihre Milch teilen können. HM4HB baut auf das Prinzip der informierten Entscheidung: Wir vertrauen auf, ehren und wertschätzen die Autonomie von Familien und wir setzen voraus, das diese in der Lage sind, die Vorteile und Nachteile des Milchteilens abzuwägen, um dann die beste Entscheidung für sich selber zu treffen. Wir bieten ihnen den Raum und schützen ihr Recht, zu tun was normal, gesund und ökologisch ist.

Muttermilch, die biologische Normsubstanz für Menschen, ist eine freifließende Ressource und die Mütter dieser Welt sind gewillt diese zu teilen. Milch teilen ist eine lebenswichtige Tradition, die uns genommen wurde, und es ist äußerst wichtig, dass wir das Vertrauen in uns, unsere Nachbarn und in alle Frauen zurückgewinnen. Das verabreichen von Muttermilchersatzprodukten ist nicht ohne Risiko und wir unterstützen Familien, die sich darüber im Klaren sind, dass es auch eine andere Möglichkeit gibt. Wir sind die Brücke die örtliche Familien verbindet und diese zu Milchteilenden Gemeinschaften zusammenbringt. Die Zukunft der Menschheit hängt in der Tat davon ab, dass wir zum Teilen in einem örtlichen und greifbaren Verfahren zurückkehren.

Wir wollen, dass das Teilen von Milch, ebenso wie Ammen, wieder zur Normalität werden, und Babys wieder gestillt werden, egal wann und wo diese es brauchen. Wir träumen von einer Welt, in der Mütter von vorangegangenen Generationen, ihre Tradition des Stillens weitergeben, ebenso wie ihre Fülle an Wissen und ihre Unterstützung. Wir sehen eine Zeit voraus, in der Frauen sich wieder gegenseitig beschützen und sich gegenseitig helfen ihre Baby´s zu füttern, so dass jede Mutter sich als Ganzes fühlt und nicht gebrochen oder von ihrem Körper im Stich gelassen. Wir stellen uns eine Welt vor, in der Familienmitglieder, Freunde, Stillberater, Ärzte und Hebammen nicht verzagen Muttermilchspenden anzubieten, wenn diese benötigt werden. Wir malen uns eine Zukunft aus, in der Familien zusammenkommen um diese Generation, ebenso wie nachfolgende, heranzuziehen, in dem Menschenbaby´s überall mit Muttermilch und unkonventioneller Liebe genährt werden.

Jeder Mensch dieser Welt ist eingeladen, HM4HB beizutreten. SocialMediaAdministratoren, Mitglieder, Spender, Empfänger und Unterstützer sind alle wichtig, um örtliche, echte/reale Gemeinschaften zu bilden, überall wo es keinen Unterschied macht, ob man nach einer Muttermilchspende fragt oder nach einem Ei. Wir hoffen, dass eines Tages in der Zukunft, alle Baby´s dieser Welt, mit Muttermilch gedeihen und wachsen können, und HM4HB nicht länger gebraucht wird, weil Ammen und Muttermilch überall verfügbar sind; in jeder Straße, jedem Ort, jeder Stadt und auf allen Inseln dieser Welt.

Unsere Orientierungswerte:

Mitgefühl und Empathie für Baby´s und deren Familien bringt uns alle zusammen. Frauen greifen wieder auf die eigene Muttermilch zurück, sind sich vollständig über deren Wert im klaren, und sind bereit diese ohne Zwang zu teilen, mit Baby´s und Kindern ihrer Gemeinschaft. Wir wünschen uns eine Rückkehr zu den biologischen Wurzeln, so dass Baby´s und Kinder von Muttermilch genährt werden. HM4HB ist ein rein Ehrenamtliches Netzwerk von Gemeinschaftsseiten, das keinerlei staatliche Unterstützung bzw. Förderung erhält. Unser Hauptfokus liegt darauf, dass Teilen von Muttermilch zu ermöglichen, die Gemeinschaftsseiten bieten dafür ein werbefreies Umfeld. Wir unterstützen weder den Verkauf von Muttermilch, noch erlauben wir das werben für Aktivitäten die ein Entgelt verlangen auf unseren Gemeinschaftsseiten.

HM4HB respektiert das Recht der Familien, informierte Entscheidungen zu treffen und wir erwarten das unsere Mitglieder die volle Verantwortung für ihre Entscheidungen übernehmen. Es ist nicht die Aufgabe von HM4HB Individuen darin zu unterrichten, wie man die Entscheidung zum Milchteilen trifft. Alle Informationen auf unseren Seiten, verstehen sich als Startpunkt für Reflexion und ersetzen nicht die persönliche Recherche oder Medizinischen Rat. Wir sind ein gemeinschaftsorientiertes Netzwerk und wir erwarten von unseren Mitgliedern, dass diese sich selbst über Risiken, Vorteile und Alternativen informieren, und auch andere dazu bewegen, sich selbst zu informieren. Des weiteren erkennt HM4HB individuellen Institutionen an, die eine Rolle im Prozess der informierten Entscheidung spielen.

Das Netzwerk erwartet von seinen Mitgliedern, den Raum und andere zu respektieren, indem sie volle Offenheit demonstrieren. Absolute Ehrlichkeit bei allen relevanten Aspekten bezüglich des Milchteilens, erlaubt es allen Beteiligten informierte Entscheidungen zu treffen. Das Internet birgt seine eigenen Risiken, Teilnehmer müssen diese Risiken voll analysieren und dann eine gewissenhafte Entscheidung treffen. Es ist an den Teilnehmern, sich gegenseitig kennenzulernen, Fragen zu stellen und engagiert Gespräche zu führen bis eine vertrauliche Beziehung aufgebaut ist. HM4HB übernimmt keine Verantwortung für die Ergebnisse des Milchteilens. Unsere Ehrenamtlichen arrangieren weder Zusammenkünfte von Spendern und Empfängern, noch verhandeln sie bei Konflikten.

HM4HB respektiert und akzeptiert die Entscheidungen die Familien für sich selber getroffen haben. Wir fragen weder nach den Gründen warum Familien nach Muttermilch suchen, noch bevorzugen wir bestimmte Anfragen oder Angebote. Wir hoffen, dass alle Baby´s und Kinder die Muttermilch benötigen, diese auch erhalten, egal welchen Alters, Gesundheitszustandes oder welche persönlichen Umstände vorherrschen. Wir haben Angebote aus unterschiedlichen Familien, mit diversen sozialen, kulturellen und religiösen Hintergründen und wir begrüßen diese Unterschiede.

HM4HB ist ein weltweites Netzwerk das tausende von Menschen von der ganzen Welt vereint. Um die Individualität aller Mitglieder entsprechend respektieren zu können, und um für alle Kulturen und Sprachen relevant zu sein, ist unser interner Entscheidungsprozess geführt von Konsens, Respekt und Zusammenarbeit. Wir streben nach effektiver Kommunikation, Verantwortbarkeit und Transparenz.

Ich teile meine Freude mit euch Stillgeschichten

Wie du dein Leben als vielbegabte Mama MIT deinen Stillkindern rocken kannst!

Meine Erfahrungen aus sechs Jahren Stillzeit von drei Kindern

Als meine erste Tochter geboren wurde, wollte ich natürlich stillen. Worauf ich nicht vorbereitet war: meine erste Tochter brauchte fast eine Stunde pro Milchmahlzeit. Ich hatte erwartet, dass sie kurz nuckeln und dann wieder glückselig entschlummern würde. Ich hatte gehört, Stillen soll das Beste für das Kind sein. Wobei ich mir nicht so sicher war: Ob es auch das Beste für mich als Frau war.
Ich stillte also, und stille, und stillte und stillte. Irgendwann hatte ich das Gefühl, mein Gehirn stirbt ab. Ich lud mir Podcasts aus dem Internet herunter, um mein Gehirn zu beschäftigen. Da ich sonst nie Podcasts hörte, ging das natürlich schief. Ich bin Bilderdenkerin und brauche Bilder, damit mein Gehirn den Eintritt von Informationen akzeptiert.
Da saß ich also. Ja, ich wollte stillen, auf jeden Fall. Aber ich wollte auch mein Gehirn nicht verlieren. Und meine ganzen sonstigen Interessen. Und meine vielen Leidenschaften. Und überhaupt.

Ich bin doch kein Riesenschnuller!

Während der letzten sechs Jahre habe ich immer ein Kind oder ein Baby gestillt oder/und war schwanger. Und ja: Es ist anstrengend. Können wir mal kurz innehalten und den Satz: „Ich liebe meine Kinder über Alles!“ auf die Pausentaste drücken und zusammen im Mama-Chor rufen:
„ES IST SCH*** ANSTRENGEND DAUER-MAMA ZU SEIN!“
Ich habe mir deswegen immer Auszeiten von meinem Mama-Alltag genommen. Als mein zweites Kind anderthalb Jahre alt war, reiste ich 10 Tage nach Venedig, um eine Performance aufzuführen. In den ersten Tagen habe ich noch täglich abgepumpt, dann hatte ich dafür keine Zeit mehr. Und siehe da: Ich konnte weiterstillen, als ich wieder bei meinem Stillkind war! Als ich dann weitere 10 Tage eine Mama-Auszeit genommen habe, als mein Stillkind fast drei Jahre alt und ich am Anfang der nächsten Schwangerschaft war, habe ich es drauf ankommen lassen. Ich habe nicht abgepumpt, um den Milchfluss in Gang zu halten. Ich konnte nach den 10 Tagen mein Stillkind weiterstillen.

Sprung zu meinem dritten Kind.

Als Mama macht man ja so einige Learnings durch. Ich habe mir mittlerweile ein leichtes IPad zugelegt, mit dem ich immer und überall arbeiten und mit der Welt kommunizieren kann. Deswegen ist es mir jetzt egal, wie lange mein Baby an mir nuckelt.

Stillen als Kraftquelle und Auszeit

Mittlerweile habe ich gelernt, das Stillen zu genießen. Ich kann mich jetzt frei entscheiden, ob ich mich auf das Kuscheln und das Stillen konzentriere oder ob ich währenddessen arbeite. Ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe, meine Zweitgeborene noch nicht abzustillen, weil es unsere gemeinsame Auszeit vom Familientrubel ist. Ich habe auf Grund meiner Neugeborenen nicht soviel Aufmerksamkeit für meine Zweitgeborene. Deswegen genießen wir unsere gemeinsame Stillzeit um so mehr.
Die Stillzeit ist für mich eine Auszeit vom kindergartenfreien Familienalltag geworden. In dieser Zeit nehme ich mir die Freiheit, während des Stillens entspannt zu arbeiten oder einfach nur eine Pause zu machen. Das Stillen gibt mir Kraft, einen turbulenten Familienalltag zu leben. Es bringt einen natürlichen Rhytmus in meinen Tag. Wir Mamas brauchen die Action UND das Innehalten. Wir brauchen Einatmen UND Ausatmen.
Das Stillen meines Baby und meines Kindes ist für mich die Rückverbindung zu meiner weiblichen Urkraft geworden. Während des Stillens spüre ich meine unendliche, sanfte Mamaliebe. Das pure Kribbeln von Glück, Entspannung und Liebe durchflutet mich. Oxytocin rockt! Ja, her mit der Bindung!
Beim Stillen simuliert der Körper den Effekt von Tiefenentspannung. Stillen ist also eine kreative Möglichkeit, regelmäßig eine Tiefenentspannung in unseren Alltag als Mamas einzubauen und MIT unseren Kindern zu entspannen.

Entspannt Reisen mit Stillkindern

Als vielbegabte Frau habe ich viele Leidenschaften. Zwei meiner großen Lieben sind meine Kinder und das Reisen. Ich liebe es, dass das Stillen mir erlaubt Beides zu verbinden. Stillen mit Babies und Kleinkindern macht das Reisen soviel einfacher! Für das Baby muss ich keine nervigen Fläschen mitschleppen und das Kleinkind verhungert nicht, weil die Milchzwischenmahlzeit immer an Board ist. Auch sehr reise-praktisch: Das hochsensible Stillkind beruhigt sich an der Brust in Momenten der Überreizung.
Ich kann durch das Stillen also meine Kinder ganz entspannt mitnehmen. Ich habe an gefühlten tausend Orten gestillt. Ich habe in Leipzig gestillt, in Dresden, in Berlin, an der Ostsee, in Frankfurt, im Rhein-Main-Gebiet, in München, in Österreich, Frankreich, Fuerteventura, Portugal, Panama und in Costa Rica. Ich habe zu Hause auf der Couch gestillt, auf öffentlichen Plätzen, auf der Straße, in Cafés, im Mütterzentrum, in der Hochschule, im Bus, im Tuk Tuk, im Zug und im Flugzeug. Ich habe gefühlte tausend Gefühle gefühlt. Ich habe mich geschämt, ich war stolz, es war mir egal, ich hab mich entspannt, wollte nicht schon wieder stillen, genoss die Nähe im Reisetrubel. Es war Alles dabei!

Es gibt nicht das Stillen, es gibt nur DEIN Stillen!

Ich wünsche dir die Kreativität, das Stillen an deine Bedürfnisse anzupassen, damit du das Stillen als Kraftquelle für dich nutzen kannst. Damit dein Kind eine starke, zufriedene Löwenmama hat.
Ich wünsche dir die Freiheit, dir deine eigenen Still-Bedingungen zu schaffen. Das hier ist dein Leben. Es sind deine Regeln. Es ist deine Verantwortung es so zu gestalten wie DU willst.
Ich wünsche dir die Fähigkeit, dieses wunderbare Geschenk Stillzeit zu genießen. Diese Intimität und Nähe wird auf diese Weise nicht wieder kommen. Ja, dein Kind braucht dich auch noch, wenn es sechs Jahre alt ist. Aber das Kuscheln, das Entspannen, diese verrückte Nähe, das ist JETZT.
Ich könnte dir noch tausend Stillgeschichten erzählen- wie uns das Stillen das Baby Led Weaning ermöglicht hat, wie ich in Frankreich mein 6-monate altes Baby während der Mittagspause meines Auslandssemesters gestillt habe und viele Geschichten mehr.
Aber mein Baby braucht mich. Im Ganzen. Sofort und gleich. Ich leg jetzt mal das IPad weg.
Alles Liebe
Eva 
Eva ist Löwenmama-Aktivistin von 1.000 Ideen und drei Löwen-Babies. Sie unterstützt hochsensible, vielbegabte Mamas Spaß mit ihren kreativen Berufungen UND ihren Kindern zu haben OHNE auszubrennen. Eva glaubt, dass Mutter Erde mehr wilde Löwen-Mamas und Löwen-Kinder braucht, die mit kreativen, rebellischen Ideen aus alten, verkrusteten Strukturen ausbrechen und ihren Löwenherzen mutig in die Zukunft folgen. Mehr Infos auf www.evabeatricefoerster.de
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Wie ich mein eigenes und ein fremdes Baby stillte. – Stillgeschichte

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ bekommt ihr jetzt hier in unserem Shop!

Mein eigenes Baby stillen

In meiner Schwangerschaft habe ich mir keine großen Gedanken gemacht ob ich stillen will oder nicht. Für mich war klar, ich habe keine Lust die teure Milch zu kaufen, also stillen wir. Ob oder wie das klappt wusste ich nicht, aber warum denn nicht, es ist doch ein natürlicher Instinkt. So einfach das in meiner Überlegung klang war es dann nicht. Nachdem meine Tochter nach 17 Stunden Wehen, natürlich und spontan auf die Welt kam, legte ich sie mit Hilfe meiner super lieben Hebamme, noch im Kreißsaal an. Es tat so weh. Sie saugte nicht richtig, ich war müde kurzum: alles doof.

Glücklicherweise lag ich in einem sehr stillfreundlichen Krankenhaus und jede der Schwestern auf meiner Station wollte der jungen Mama (ich war 17) helfen. Jede hat sich geduldig mit mir hingesetzt, jede hatte noch eine Idee, einen Tipp. Ich habe abgepumpt, gewärmt, gekühlt, massiert, gecremt, mit und ohne Stillhütchen und in allen möglichen Positionen gestillt. Auch eine Stillberaterin war mit von der Partie.

In der zweiten Nacht hätte ich fast aufgegeben.

Ich hatte offene, blutige Brustwarzen und ein totales Stimmungstief. Das beschriebene Glücksgefühl welches direkt nach der Geburt eintreten sollte blieb aus. Klar fand ich meine Tochter süß, aber ich war jetzt auch nicht „unsterblich verliebt“. Im Nachhinein weiß ich, dass es normal ist. Aber in dem Moment ging für mich eine Welt unter. Nix war so wie ich es mir ausgemalt hatte. Als ich heulend und abpumpent im Stillzimmer saß, kam Schwester Johanna. Sie hat mich aufgefangen, in den Arm genommen und mir gut zugeredet. Wir machten den Deal das sie meiner Tochter jetzt die Flasche gibt damit ich nicht stillen muss und wir den nächsten Morgen meine Brust Lasern und dann es nochmal probieren. „Leider“ wollte meine Tochter aber die Flasche nicht. Also hat Johanna eine Überstunde gescheschoben und sich mit uns in aller Ruhe nochmal hingesetzt. Und siehe da: es klappte. Zwar nur mit Stillhütchen aber immerhin. Nächsten Tag wurde ich gelasert, damit gingen dann auch die Schmerzen weg. Nach 2 Monaten konnten wir auch endlich das Stillhütchen weg lassen. Inzwischen Stillen wir fast 17 Monate und es ist kein Ende in Sicht. Meine Tochter ist ein regelrechter Still junkie ♡ und ich stehe in meiner Ausbildung zur Stillberaterin um anderen Mütter zu helfen, so wie am Anfang mir geholfen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein anderes (fremdes) Baby stillen

Als meine Tochter 14 Monate alt war, waren wir unterwegs mit einer Freundin und ihrem Neugeborenen. Meine Freundin wollte auch gerne stillen, es klappte aber nicht so richtig. Sie hatte Schmerzen bei jedem Anlegen. Unterwegs gab sie die Flasche mit abgepumpter Mumi. Wir waren aber länger unterwegs als gedacht und ihre Tochter bekam Hunger, sie hatte aber keine Milch mehr mit. Bei dem Gedanken ans Stillen fing sie fast an zu weinen.

Ich wollte ihr gerne helfen und fragte was ich tun kann, sie meinte mehr scherzhaft: „Mir das stillen abnehmen!“. Da ich ja auch stille meinte ich gleich „Klar!“ . Gesagt getan, im Stehen habe ich ihre Tochter angelegt. Sie trank gierig und Glücklich. Meine Tochter war allerdings auch müde und wollte ihre „Nana“. Also haben wir uns einen Ort  zum hinsetzten gesucht, damit ich beide stillen kann. Dieser Ort wurde McD****** 😀 Beide Kinder sind glücklich an meiner Brust eingeschlafen. Habe danach meiner Freundin Tipps gegeben. Ihre Tochter ist jetzt ein halbes Jahr alt, meine Freundin stillt immernoch und inzwischen ohne Schmerzen und ich stille ihre Tochter immernoch gelegentlich.

Nina West

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„Abpumpen auf der Intensivstation – ein Still-Albtraum“ – Stillgeschichte

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ bekommt ihr jetzt hier in unserem Shop!

Vorsicht, Spoiler: Das hier wird keine schöne Geschichte. Wenn du gerade schwanger und voller Hormone bist, dann lies sie lieber nicht…

Frühgeburt. Wut. Verzweiflung. Trauer. Schmerzen. Gefühlschaos. Werden die Kinder überleben? Micky ist halbwegs fit, aber um die kleine Mouse steht es kritisch. Überall Schläuche, piepsende Gerätschaften, Personal in steriler Kleidung. Bevor man die Kinder besucht, muss man durch eine Schleuse um sich zu desinfizieren. Irgendwie habe ich mir das alles ganz anders vorgestellt. Mehr Plüsch. Weniger Kabel.

Etwa zwei Minuten habe ich die Kinder jetzt auf der Intensivstation gesehen. Im Rollstuhl hat man mich hingefahren. Ich hab sie nur gesehen. Nicht berührt. Eine Krankenschwester drückt mir ein Foto der beiden in die Hand. Und eine Milchpumpe. „Schauen Sie das Bild beim Abpumpen an, das hilft bei der Milchbildung.“ Die Kinder sehen auf dem Foto aus wie Aliens, völlig verkabelt mit durchsichtiger Haut. Nicht nach Mensch und eigentlich sehr furchteinflößend. Ich habe sie noch nie berührt, pumpe aber Milch ab. An die Geburt erinnere ich mich nicht. Es war ein Notkaiserschnitt in Vollnarkose.

Die Milchpumpe surrt.

Das dickflüssige Kolostrum kommt. „Kolostrum ist jetzt sehr wichtig für Ihre Kinder. Es ist die erste Impfung“, sagt die Krankenschwester. „Es ist das Einzige was Sie für die Zwillinge tun können.“ Und so pumpe ich. Es fühlt sich nicht schön an. Es ist unnatürlich und das Geräusch ist eigenartig. Ich bin traurig. Müde. Enttäuscht. Ich habe Angst. Und die Pumpe surrt. Und surrt. Ganz gleichmäßig. So gleichmäßig wie das Piepsen des Herzmonitors der Kinder…

Im Krankenhaus auf der Neugeborenen-Intensivstation gibt es ein eigenes Zimmer zum Abpumpen der Milch. Damit man so eine Art Privatsphäre hat. Die hat man natürlich nicht. Denn da sitzen viele Mütter und pumpen ab. Und sie haben alle ihre eigene – meist sehr traurige – Geschichte. Das sieht man schon an ihren Blicken. Geschichten, die man gar nicht hören will, weil man mit sich selbst beschäftigt ist. Viele Babys die viel zu früh gekommen sind wie meine Zwillinge. Manche haben einen Gendefekt. Andere wiederum warten auf eine Herz-OP. Die kleinen Patienten hier haben allesamt einen sehr bescheidenen Start ins Leben. Und die Eltern leiden mit, sehen verzweifelt und ohnmächtig zu. Sind heillos überfordert. So wie ich: Was wenn die Zwillinge sterben? Muss ich ein Grab kaufen? Was mache ich mit all dem Babykram? Kann ich den Wagen verkaufen? Viele Gedanken flitzen durch den Kopf. Es sind keine schönen Gedanken. Und die Pumpe surrt und surrt. Ganz monoton. Ganz verlässlich…

Etwa 30 Minuten sitze ich

um 200 ml pro Brust abpumpen zu können. Es ist aufwändig und mühsam, schließlich muss man die Pumpe immer wieder desinfizieren. Ständig kommt jemand Neuer in den Raum, dem man seine Brüste zeigt. Die Milch wird in Glasflaschen gesammelt, beschriftet und anschließend eingefroren. So können die Kinder meine Milch haben, auch wenn ich nicht im Krankenhaus bin. Die Milch wird dann also zu den Mahlzeiten aufgewärmt und den Kindern mit der Sonde über die Nase gegeben. Dabei müssen gewisse Zeiten eingehalten werden. Wird die Milch länger als eine Stunde aufgewärmt, so muss sie wegen der krankenhausinternen Hygiene-Vorschrift entsorgt werden. Und so sehe ich einer Krankenschwester zu, wie sie jene Milch, für die ich mich 30 Minuten bemüht habe um sie abzupumpen, achtlos in den Ausguss schüttet… Es fehlt mir die Kraft um mich zu beschweren. Keine Energie für Konflikte.

 

Mit einem Start wie diesem war das Stillen nicht schön behaftet.

Ich habe zwar noch eine Zeit lang abgepumpt, weil ich meinen Kindern Gutes tun wolle. Wir haben auch das Stillen probiert. Das war insofern schwierig, weil ich nie genau wusste, ob sie genug getrunken hatten. Wenn ich gestillt habe, war das Gefühl durchaus schön. Es fühlte sich einfach so normal an. Im Großen und Ganzen habe ich aber nach vier Monaten abgestillt. Vermutlich aus reiner Psychohygiene. Den Kindern hat die Flaschenmilch nicht geschadet.

Unter „Einer schreit immer“ (www.einerschreitimmer.com) bloggt Zwillingsmama Anni meist sehr humorvoll und schonunglos ehrlich über ihr chaotisches Leben mit Zwillingen. Mehr zum Thema Zwillinge stillen findet ihr hier.

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Mit zweierlei Maß messen – Werbung und öffentliches Stillen

Das obige Plakat habe ich gerade am Samstag Abend auf dem Spaziergang zu unserem neuen, veganen Lieblingsrestaurant fotografiert. Eine großflächige Werbung für die neuste RTL2 Castingshow „Curvy Supermodel“. Es ist zwar nicht das erste dieser Plakate, dass ich in den letzten Tagen gesehen habe, aber das erste, bei dem ich Zeit hatte es zu fotografieren.
Unser Besuch war, zugegebenermaßen, leicht verwirrt, warum ich extra anhalte, um ein Werbeplakat zu fotografieren.

Der Grund ist:

bis heute lese ich immer noch und immer wieder, dass Mütter für öffentliches Stillen von ihren Mitmenschen angegangen werden. Da wird die Nase gerümpft, die Augenbrauen hochgezogen, es wird sich demonstrativ weggedreht und geräuspert, gerne auch mal eine Diskussion „dazu“ mit der eigenen Begleitung angefangen – und wenn alles nichts hilft wird die entsprechende Mutter auch einfach mal mehr oder minder dreist angegangen.
Das kann doch wohl nicht sein. Dann stillt man halt zu Hause, und dann erst wieder, wenn man dort auch wieder angekommen ist! Früher musste das ja schließlich auch nicht sein! Und überhaupt! Brüste in der Öffentlichkeit: das will doch niemand sehen! Also zumindest nicht, wenn ein Baby dranhängt!

Werbung

Solange besagte Brüste aber auf riesigen Werbetafeln flächendeckend in der ganzen Stadt verteilt sind und kein Baby sondern ein bisschen neckische Unterwäsche an den Models dranhängt ist alles gut. Kein Aufschrei, niemand, der sich aufregt, alles schon hundert Mal gesehen, guckt man halt drüber weg, ist ja nur Werbung.

Am traurigsten finde ich persönlich ja, dass diese fiese Doppelmoral den Leuten nicht mal auffällt. Eine Mutter die ihr Kind auch unterwegs artgerecht und bedürfnisorientiert ernähren will sollte sich was schämen, ist ekelig, will nur Aufmerksamkeit oder ihrem Exhibitionismus frönen wenn sie sich traut öffentlich zu Stillen. Das erwähnte Plakat, oder gar Dating-Shows, in denen die Kandidaten sich gegenseitig anhand ihrer entblößten Geschlechtsteile auswählen (vom gleichen Sender) hingegen sind überhaupt kein Problem.

Da fragt man sich doch ernsthaft: was läuft hier eigentlich schief, liebe Leute?

Schwangerschaft Stillen Stillfreundlich

Stillfreundliche Hebammen

Nach der Liste mit den stillfreundlichen Ärzten hattet ihr euch gewünscht, dass auch eine Liste mit wirklich stillfreundlichen Hebammen angelegt wird. Da der Bedarf anscheinend da ist, geben wir euch hier die Möglichkeit dazu.

Bitte nutzt für Einträge in diese Liste ausschließlich das Kontaktformular etwas weiter unten!

Und bedenkt bitte, dass alle diese Einträge immer nur die persönliche Meinung desjenigen darstellen, der die Eintragung vorgenommen hat.

Wenn ihr Anmerkungen habt, schreibt sie bitte in die Kommentare und wenn ihr auf der Suche seid: bitte lest auch die Kommentare um euch, eventuell, ein umfassenderes Bild machen zu können.

Die wichtigsten Informationen über das Stillen an sich bekommt ihr in meinem Artikel „15 Dinge die du unbedingt wissen musst, wenn du stillen willst“ und in der Übersicht über die „Hilfreichen Videos zum Stillen„.

Wenn euch medizinisches Fachpersonal etwas gegenteiliges zu diesen Informationen erzählen will, könnt ihr ihnen diesen Brief ausdrucken und mitbringen.

PLZ
Stadt
Name
Hinweise
56593 Horhausen Jana Wagenknecht
90762 Fürth Hebammenhaus Nürnberg/Fürth, Königswarterstr. Helga Torney-Weiß, Stina von Studnitz, Katrin Gebhard sind Gold wert 🙂
04275 Leipzig Annett Heitmann
04275 Leipzig Anne Halt
04275 Leipzig Franziska Goldammer-Wolf
33100 Paderborn Michaela Bremsteller Leitende Hebamme des St. Johannisstift Krankenhauses. Leitung Geburts- und Mutter-Kind-Bereich. Als Nachsorge-Hebamme hat sie mich sehr unterstützt und mir sogar mit dem 2. Stillkind noch viele wertvolle Tipps gegeben.
73765 Neuhausen auf den Fildern Margarete Kiefer Hat uns innerhalb kürzester Zeit zum Stillen ohne Stillhütchen verholfen. Sehr gute Homöopatische Kenntnisse. Absolute Stillverfechterin!
18057 Rostock Hebamme Marlen Lemke Neuanmeldungen bitte sehr rechtzeitig ansonsten sind die Plätze sehr schnell weg.
78050 Villingen-Schwenningen Christina Decker S'Hebammenhaus
83209 Prien am Chiemsee Katrin Jahnke
93339 Riedenburg Ute Knittl
45481 Mülheim a.d.Ruhr Dorothea Jäkel (Hebammenpaxis Saarn)
28277 Bremen Patricia Ruck Hebamme für Hausgeburten
65375 Oestrich-Winkel Ebil Ottes 2017 in Elternzeit
42555 Velbert Iris Eichholz Hebamme, Heilpraktikerin und Homöopathin, lieb, verständnisvoll, geduldig und jung. Ich finde sie perfekt und empfehle sie gerne <3
17493 Greifswald Maria Unger

weitere Hinweise

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Stillen trotz Frühgeburt – Blogparade „Meine Stillgeschichte“

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ ist da und  in unserem Shop zu bekommen!

Das ist meine Stillgeschichte, die allen Frühchenmamas Mut machen soll nicht aufzugeben.

Unser Sohn kam am Neujahrstag 2014 spontan 6 Wochen zu früh auf die Welt. Nach seinem ersten Schrei und einen ersten Blick auf ihn, nahm der Kinderarzt ihn gleich zur U1 mit. Mein Mann durfte ihn begleiten. Ein paar Minuten, was sich für mich wie eine Ewigkeit anfühlte, kam dieser kleine Wurm wieder und ich streichelte kurz sein Köpfchen. Nichts mit Bonding und Stillen. Das war ziemlich hart. Erst gegen Abend habe ich meinen Sohn im Brutkasten der Kinderintensivstation wiedergesehen. Somit war eigentlich Stillen unmöglich.

Alleine im Stillzimmer

Die Schwestern auf der Wochenbettstation machten mir Mut und sagten dass es schon klappen würde. Ich fing an abzupumpen. Alle drei Stunden (auch nachts). Das traurige und deprimierende für mich war, alleine ohne Kind ins Stillzimmer zu den anderen Müttern mit ihren Kindern zu gehen. Ich war nur mit der Milchpumpe beschäftigt, während andere ihre Kinder stillen durften. Das werde ich nie vergessen. Aber in diesem Zimmer lernte ich tolle Mütter kennen, mit denen ich bis heute noch Kontakt habe. So bekam unser Sohn bald die ersten ml Muttermilch von mir. Zusätzlich bekam er von Anfang an auch noch Frühgeborenennahrung. Drei Tage nach seiner Geburt haben wir den ersten Stillversuch unternommen. Es klappte ganz gut. Er ist zwar schnell eingeschlafen aber es wurde immer besser. Nach einer Woche habe ich mich selbst aus dem Krankenhaus entlassen. Ich hielt es dort nicht mehr aus. Dann ging der Stress los. Wir sind alle drei Stunden ins Krankenhaus gefahren, damit ich ihn stillen konnte. Die abgepumpte Milch bekam er nachts.

Eine Woche später war ich als Begleitmama wieder drin. In einem Zimmer wo ich mich total isoliert gefühlt habe. Ich durfte ihn nicht alleine aus dem Bettchen nehmen, weil seine Sättigung immer noch Probleme machte. So musste ich immer auf die Schwester warten, die dann die Kabel abmachte. Dazu kam noch vor und nach dem Stillen wiegen. Drei Wochen nach der Geburt wurden wir „vollgestillt“ entlassen. Das war ein gutes Gefühl.

Es lief alles soweit gut. Aber dann wurde meine Oma einen Monat nach seiner Geburt schwer krank. Wir pendelten zwischen Krankenhaus und später Pflegeheim hin und her. Natürlich wollten wir unseren Sohn nicht ständig ins Krankenhaus mitnehmen. So war er schon früh bei den Großeltern und sie fütterten ihn mit Pre-Milch. Mit 10 Monaten hat sich unser Sohn selbst abgestillt. Ohne meinen Mann hätte ich das alles nicht geschafft. Er hat mich immer unterstützt.

Schmerzen ohne Ende

Unsere Tochter kam am 27. Februar dieses Jahres nur 11 Tage zu früh auf die Welt. Direkt nach der Geburt durfte ich sie anlegen. Und das war ein so tolles Gefühl. Wir haben im Kreißsaal gekuschelt und ich habe diese Zeit sehr genossen. Das erste Anlegen war allerdings sehr schmerzhaft und fühlte sich an, als ob ihr Mund voller Zähne war. Die ersten Tage waren der Horror. Immer wenn ich sie angelegt habe, hat es so sehr weh getan. Ich war kurz davor aufzugeben. Im Krankenhaus wurde ich sogar gelasert, damit es besser wurde. Sie hat mehrmals Blut gespuckt, weil die Brustwarzen total entzündet waren. Es war die Hölle. Aber dieses Mal war ich sehr stolz, mit ihr ins Stillzimmer zu gehen.

Zuhause hatte ich fast jedes Mal eine Blockade, wenn sie wieder trinken sollte. Es hat immer ein paar Minuten gedauert, bis ich mich überwunden hatte. Die Schmerzen wollten einfach nicht aufhören. Ohne Schmerztabletten und Kühlkompressen ging nichts. Dank der Unterstützung meines Mannes hat es aber immer wieder geklappt. Mit Hilfe der Hebamme habe ich es innerhalb von drei Wochen doch geschafft. Und jetzt ist das Stillen einfach nur schön.

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„Nach 2 Fehlgeburten und nach langem üben, wurde unser Traum war. “ Blogparade „Meine Stillgeschichte“

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ ist da und  in unserem Shop zu bekommen!

13.12.13 – ein Datum das mein Leben komplett auf Kopf stellte.

Ich war bereits in der 13. SSW schwanger. Nach 2 Fehlgeburten und nach langem üben, wurde unser Traum war. Die Schwangerschaft verlief ohne große Komplikationen. Auch die Geburt verlief schnell, selbstbestimmt und reibunglos ab.
Allerdings war unser Sohn nach der sehr schnellen Geburt zu schwach zum trinken. Ich habe ihn mehrfach versucht ihn an zu legen, aber er trank nicht. Es wurde immer gelber, was auch wegen Blutgerinnerungsstörung, für alle unintressant war.
Da ich überzeugt davon war, dass mein Kind endlich mal Milch benötigt, wurde mir trotz mehrfacher Nachfragen, im Krankenhaus leider nicht geholfen. Es wurde nicht mal nachgefragt, ob er bereits gestillt habe oder ob ich überhaupt stillen möchte und ggf. Ersatz brauche.
Nach 48 Stunden durften wir zum Glück nach Hause, dort hatte mir meine Hebamme erstmal Stillhütchen gegeben. Damit lief auch soweit relativ gut. Bis ich Ausschlag bekam und mein kleiner Mann irgendwann auch mit Hütchen nicht mehr richtig trank. Im Nachhinein wissen wir halt, dass es auch u.a. an zwei Blockaden im Nacken und einer Regulationsstörung lag, dass er nicht richtig trank, sehr viel schrie und auch deswegen extreme Bauchweh hatte.
Ich war wegen meiner Wochenbettdepression auch total angespannt und verkrampft – ich wollte stillen!
Es war und ist für das natürlichste und je mehr ich es wollte und dafür kämpfte, desto mehr verkrampfte ich.
Da meiner Hebamme erstmal wichtig war, das ich entspanne, meine Haut sich entspannt und der kleine Mann weiterhin Milch bekommt habe ich dann angefangen ab zu pumpen. Durch meinen innerlichen Stress, ging trotz regelmäßigen pumpen und sogar powerpumpen die Milch immer mehr zurück. Da er mittlerweile auch Gewicht verlor habe ich angefangen zu zu füttern.
Da ich mit Schreikind (über 12 Stunden täglich) so gut wie alleine war und nebenbei, auch Nachts, alle 2 Std gepumpt habe war ich psychisch und körperlich am Ende. Ich bin zusammengebrochen und habe den Kampf ums stillen nach 2 Monaten aufgeben müssen.

Also, gab es dann Pre!

Keine wurde richtig vertragen-von extremen Blähungen, über Verstopfungen (wo wir sogar Einläufe machen mussten) bis hin zu Durchfall/Erbrechen war alles dabei. Alle Mittelchen Bigia Tropfen, Lefax, Sab Simplex, Tee, Kümmelzäpfchen, viel tragen, Bauch-und Fußmassagen oder warmes Bad haben nur Minimal Besserung gebracht. Wir haben auch 8(!) mal die Milch gewechselt und auch eine Kuhmilcheiweißunverträglichlkeit wurde ausgeschlossen. Da wir u.a. wegen den Blockaden in Behandlung bei einem studierten Chiropraktiker waren, hat dieser angeboten einen Kinesiologischen Muskeltest zu machen. Aber was ist das? Ganz kurze Definition von Kinesiologie: 
Kinesiologie ist eine effektive Methode, Blockaden sowie Stressreaktionen abzubauen, Potenziale zu fördern und das Wohlergehen, die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern.  (Zitat: Klaus Wienert)
Mein Sohn bekam wenige Tropfen der angerührten Pre in den Mund getropft und an Hand der übertragenden Muskelkraft, konnte unser Chiropraktiker erkennen, welche Pre Nahrung am besten vertragen wird. Wir haben ein letztes Mal die Pre-Nahrung gewechselt und wir konnten uns langsam ohne großartiger weitere Probleme notgedrungen an die Flasche gewöhnen. Die Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt zogen sich noch sehr lange, so dass der Beikoststart dann auch mit vielen Problemen verlief.
Mittlerweile ist mein Sohn fast 3 Jahre und bekommt Pre immer noch nach Bedarf. Nach meiner Behandlung wegen meiner PPD und nachdem heutigen Kenntnisstand würde und werde ich bei Nr.2 sehr vieles anders machen.
 
Liebe Grüße
Scarlett
Scarlett bloggt auf www.Klecker-Lecker.de 
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Stillen oder nicht Stillen? Gar keine Frage! Blogparade „Meine Stillgeschichte“

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ ist da und  in unserem Shop zu bekommen!

Katharina bloggt auf meingeliebteskind.com über Ihre Familie und das Leben auf vier Rädern. Heute teilt sie unsere Stillgeschichte mit uns!

Lange bevor ich Mutter wurde, war für mich das Bild einer Frau mit ihrem Neugeborenen geprägt von folgender Imagination:

Baby stillend im Schoß der Mutter.

Ich weiß nicht, was dieses Bild so stark geprägt hat, aber das war mein selbstverständliches Image einer Mutter, die ein Baby bekommt.

Insofern stellte ich mir nie die Frage, ob ich stillen oder füttern wollte, sollte ich ein mal selbst Mutter werden. Ebenso kam nie der Zweifel in mir auf, dass es gegebenenfalls nicht „klappen“ oder problematisch sein könnte, zu stillen. Ich betrachtete also Stillen als die natürlichste Sache der Welt.

Als ich schwanger wurde, freute ich mich wahnsinnig auf die Stillzeit, die enge Verbundenheit, die Nähe, das Kuscheln mit dem Kleinen. Die Erstgeburt war ein Kaiserschnitt, da ich ein knapp 5kg-Baby bei Beckenendlage und weiteren nicht sehr günstigen Vorzeichen zur Welt bringen sollte. Natürlich kamen von Außen rasch gut gemeinte Ratschläge bezüglich des Stillens und dass ich besser eine Milchpumpe kaufen und Pre-Milch besorgen solle, da es häufig nach Kaiserschnitten nicht „klappte“ mit dem Stillen. Ich vertraute auf meinen Körper und ließ diese Sätze an mir abprallen, stellte ich doch nicht in Frage, dass wir das schon schaffen würden. Auch und gerade trotz des Kaiserschnitts war es mir wichtig, dass wir in diese Beziehung gehen konnten.

Unser erster Sohn war kaum geboren

als die Hebamme versuchte, seinen Mund an meine Brust zu drücken, um ihn zum Stillen zu bewegen. Ich muss etwas verdattert dreingeschaut haben, denn sie sagte nur: „Na, wir müssen mal schauen, ob er was trinkt, sonst müssen wir vielleicht nach Alternativen schauen.“ Der kleine Mann war gerade erst geboren, noch total durcheinander und müde von der Geburt und schon stellte sich ein „Problem“ ein? Ich konnte es nicht glauben. Zudem war er mehr als propper und sicher nicht verhungert. Ich entspannte mich und als die Hebamme aus dem Raum war, robbte mein kleiner Sohn wie von selbst an die Brust und begann zu saugen. Wow, ich war beeindruckt und glücklich zugleich. Nichts war hier „problematisch“.

Mit dem Milcheinschuss stellte ich mir dann die Frage, ob dieser Schmerz je wieder aufhören und ich aus dem Dolly Buster-Modus jemals wieder raus kommen könnte, aber nach wie vor zweifelte ich keine Sekunde an der Richtigkeit der Entscheidung zu stillen. Für mich war es wie gesagt gar keine bewusste Entscheidung, sondern natürlicherweise das, was man mit einem Baby so macht, wenn es Hunger oder Durst hat.

Leider kristallisierte sich bald heraus,

dass unser Sohn kein „Kuschelkind“ war und die Brust ausschließlich zur Nahrungsaufnahme nutzte, so dass ich etwas ernüchtert nach 11 Monaten aus dieser Stillbeziehung gedrängt wurde, da er deutlich signalisierte: Ich esse jetzt, ich brauche die Brust nicht mehr.

Da das Stillen, wie das Wort „Stillbeziehung“ ja so schön aufgreift, ein Miteinander und keine Einbahnstraße ist, reagierte ich natürlich auf seine Signale und legte meine Vorstellung einer perfekten Stilldauer – die gefühlt noch lange nicht erreicht war – ad acta.

Als meine Tochter geboren wurde, war mir sofort klar, dass sich da etwas anderes anbahnte und ich sollte nicht eines Besseren belehrt werden. Sie stillte 2 Jahre und 8 Monate, ehe sie von einem Tag auf den anderen beschloss, dass sie keine Brust mehr brauche und sich das Thema dann – in beiderseitigem Einvernehmen – erledigte.

Sie brauchte die Brust nicht nur zum Trinken (sie stillte 11 Monate voll, ohne auch nur einen Biss anderer Nahrung haben zu wollen), sondern zu jedem erdenklichen Zeitpunkt wenn etwas Neues, Aufregendes, Beängstigendes oder Trauriges des Wegs kam. Sie stillte wahnsinnig oft, viel und ausgiebig, hing mir quasi dauerhaft am Rockzipfel und nachts war an längere Schlafphasen kaum zu denken. Teilweise kam sie alle 15 Minuten an die Brust, was stark an meinen Kräften zehrte und ich auch deutlich an Gewicht verlor. Nichts desto trotz überdauerte unsere Stillbeziehung auch die schwierigen und nervenzehrenden Zeiten und ich dachte keine Sekunde darüber nach, sie abzustillen. Naja, nicht wirklich. Das ein ums andere Mal dachte ich schon: „Mensch, wenn der Papa jetzt mal könnte und ich an seiner statt ausgehen oder gemütlich auf der Couch sitzen könnte…“, was aber rasch durch den zarten Hauch einer Berührung meiner Tochter, ihren vertrauensvollen, hilflosen Blick und das Wohlgefühl in ihrer Nähe ausgeblendet war. Der Versuch des Abpumpens und Flaschegebens war schnell zerschlagen, denn es war nicht in erster Linie die Milch, sondern die Nähe, die sie suchte und so verschenkte ich die Flaschen wieder und ließ das Stillen ganz bewusst ein wesentlicher Teil unseres Miteinanders sein.

Bei ihr durfte ich beobachten,

dass ich durch die Nähe und immerwährende Bereitschaft, für sie da zu sein, wenn sie es brauchte, nach dem Abstillen ein weltoffenes, selbstsicheres, vertrauensvolles Mädchen an meiner Seite hatte, die immer zu wissen schien, dass sie sicher ist, dass sie ihren Hafen kennt und dass ihr scheinbar nichts passieren konnte in der Welt da draußen. Ihre Selbstsicherheit und ihr Vertrauen in uns und das Leben hat sie sicher auch zu einem nicht unerheblichen Teil, dieser intensiven und bedingungslosen Stillbeziehung zu verdanken.

Ich wollte immer, dass die Kinder selbst bestimmen können, wann für sie das Stillen keine Rolle mehr spielt und sie sich von der Brust lösen wollten. Die unterschiedlichen Charaktere der Kinder spiegelten sich in ihrem Stillverhalten ganz deutlich wider, was ich nach wie vor sehr spannend finde.

Aktuell stille ich unser drittes Kind mit knapp zweieinhalb Jahren ebenfalls noch und es ist auch kein Ende in Sicht. Er kann zwar, wenn er beim Papa ist, ohne die Brust auskommen und fragt auch nicht danach, aber sobald ich den Raum betrete ist sie das Objekt seiner Begierde und darf es auch sein. Er braucht Stillen immer als Rückversicherung, dass alles in Ordnung und er nicht alleine ist. Gerade in unserer Situation des dauerhaften Reisens ohne den Papa und in Zeiten, die er dann ohne mich bei ihm verbringt, ist Stillen der sichere Hafen, der Anker, die Gewissheit, dass alles für ihn gut ist. Das würde ich ihm nie nehmen wollen – auch, wenn es für mich manchmal bedeutet, dass ich einen Gang zurück schalten, Pausen machen und mich zum Hinsetzen „zwingen“ muss. Manchmal denke ich, dass er ein so intensives Stillkind ist, weil ich gerade in einer turbulenten Entwicklung in meinem Leben stecke und ich so durch ihn daran erinnert werde, innezuhalten, durchzuatmen und mir Zeit zu nehmen.

Auch er wird selbst bestimmen dürfen,

wann für ihn die Zeit des Abstillens gekommen ist und ich bin sehr gespannt, wann das der Fall sein wird, denn er scheint das bedürftigste und anhänglichste Kind der drei zu sein. Wie gesagt, er spiegelt mich und meine Bedürfnisse und signalisiert mir deutlich, wann ich eine Pause brauchen könnte, indem er dann die Brust verlangt.

Es gibt im Übrigen kaum etwas Schöneres, als mit den Kleinen über das Stillen zu reden, in Austausch zu gehen, zu hören, wann sie wollen und warum, was sie über die Brust denken und wie sie über das Stillen sprechen. Mal abgesehen von dem Glänzen in seinen Augen, wenn er sich auf meinem Schoß zurechtkuschelt, ist Stillen für uns immer noch ein Moment totaler Verbundenheit und Nähe, der sich so richtig und liebevoll anfühlt, dass es mir nicht in den Sinn käme, eingreifen und das beenden zu wollen. Warum auch?

Natürlich höre ich auch die Stimmen von außen: „Ist da denn noch was drin?“, „Meinst Du nicht, dass das jetzt mal reicht langsam?“ und frage mich immer wieder, warum es jemanden in irgendeiner Weise interessieren kann, wie lange, intensiv und öffentlich wir stillen? Ich muss es nicht verstehen und versuche es auch gar nicht, sondern genieße einfach, was wir haben und lasse es sein, wie es ist: wunderschön.

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Maida’s Stillgeschichte – Blogparade „Meine Stillgeschichte“

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Unsere Stillzeit dauerte schöne, nervenaufreibende, entspannte, schmerzhafte und liebevolle 15 Monate.

Als ich nach 24 Übungszyklen und der Diagnose „primäre Sterilität“ überraschend schwanger wurde konnten wir es kaum glauben. So begann ich, wie wahrscheinlich jede werdende Mama, mir Gedanken zu den verschiedensten Dingen zu machen. Wo und wie wird mein Baby schlafen, kaufe ich einen Kinderwagen oder doch lieber eine Tragehilfe. Welche Babyschale soll es werden?

Über alles hab ich etwas gelesen und mich informiert. Außer über das Stillen.

Es war für mich so selbstverständlich, dass ich Stillen werde, dass ich daran keine Gedanken verschwendet habe.

Nach einer anstrengenden aber dennoch schönen Geburt konnte ich meine Tochter ziemlich bald das erste Mal anlegen. Die Hebamme im Krankenhaus war sehr einfühlsam und zeigte mir die richtige Technik. Anfangs saugte unser Kälbchen nur ganz kurz und schlief dann erschöpft ein. Dennoch war es genug, sodass sie nichts an Gewicht verlor. Wir durften nach Hause und genossen Stillend und Schlafend das Wochenbett.

Es war der Silvesterabend und meine Tochter würde in 5 Tagen genau 3 Monate jung werden.

Plötzlich fuhr ein grässlicher Schmerz durch meinen unteren Rücken und durch meine Beine. Dank der vielen Hormone, hatte ich die gesamte Schwangerschaft über nichts von meinen rheumatischen Beschwerden gespürt. Und von den noch schlimmeren Schüben blieb ich auch verschont. Bis dahin, als die Hormone anfingen nachzulassen.

Die ersten paar Tage waren nicht sehr schlimm, da mein Mann noch Urlaub hatte und mir helfen konnte. Jeden Morgen wachte ich auf und hoffte keine Schmerzen zu spüren, wurde aber enttäuscht. Üblicherweise dauerten die Schübe bei mir rund eine Woche. Dieser hier zog sich ins endlose und dauerte letztendlich schreckliche 6 Wochen.

6 Wochen in denen ich 5 Minuten brauchte um mich im Bett zu drehen. 6 Wochen in denen ich meine Tochter kaum hochheben konnte um sie auf den Arm zu nehmen. 6 Wochen in denen ich Angst hatte aufs WC zu gehen weil ich vielleicht nicht wieder aufstehen könnte.

Ich weinte damals viel. Meine Tochter nicht. Sie war von Anfang an pflegeleicht gewesen und in diesen Wochen nochmal mehr.

Jeden Tag spielte ich mit dem Gedanken abzustillen damit ich wirksame Medikamente nehmen konnte. Aber ich wollte noch einen Tag durchhalten, und noch einen und noch einen.

Schließlich bin ich auch anderweitig vorbelastet mit Neurodermitis und etlichen Allergien. Und wenn auch nur die kleinste Chance bestand, dass ich das meiner Tochter durchs Stillen ersparen konnte dann wollte ich das tun.

So vergingen die Wochen mit der Höchstmenge Ibuprofen und etlichen Terminen beim Physiotherapeuten und der Schub war überstanden. Ich fühlte mich großartig. War stolz auf mich und stolz auf meine Tochter dass wir das zusammen durchgestanden hatten.

Am Ende haben wir 10 Monate voll gestillt, da meine Tochter bis dahin alles andere verweigerte. Dann innerhalb eines Monats, als wäre es ihr einfach so eingefallen, hatte sie 3 Mahlzeiten ersetzt. Ich versuchte sie vor oder nach dem Essen anzulegen, wurde aber mit Bissen für meine anscheinend doofe Idee bestraft. Aber ich freute mich auch, dass es von ihr aus ging und ich sie nicht zum Essen drängen musste. Somit wurden die Stillmahlzeiten immer weniger und ich genoss sie immer mehr. Mein Baby war nun kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind das nur noch am Busen kuscheln wollte. Mit knapp 15 Monaten stillte sich meine Tochter alleine ab.

Ihrem Busen gibt sie aber noch regelmäßig ein Bussi.

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