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Wie ich mein eigenes und ein fremdes Baby stillte. – Stillgeschichte

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Mein eigenes Baby stillen

In meiner Schwangerschaft habe ich mir keine großen Gedanken gemacht ob ich stillen will oder nicht. Für mich war klar, ich habe keine Lust die teure Milch zu kaufen, also stillen wir. Ob oder wie das klappt wusste ich nicht, aber warum denn nicht, es ist doch ein natürlicher Instinkt. So einfach das in meiner Überlegung klang war es dann nicht. Nachdem meine Tochter nach 17 Stunden Wehen, natürlich und spontan auf die Welt kam, legte ich sie mit Hilfe meiner super lieben Hebamme, noch im Kreißsaal an. Es tat so weh. Sie saugte nicht richtig, ich war müde kurzum: alles doof.

Glücklicherweise lag ich in einem sehr stillfreundlichen Krankenhaus und jede der Schwestern auf meiner Station wollte der jungen Mama (ich war 17) helfen. Jede hat sich geduldig mit mir hingesetzt, jede hatte noch eine Idee, einen Tipp. Ich habe abgepumpt, gewärmt, gekühlt, massiert, gecremt, mit und ohne Stillhütchen und in allen möglichen Positionen gestillt. Auch eine Stillberaterin war mit von der Partie.

In der zweiten Nacht hätte ich fast aufgegeben.

Ich hatte offene, blutige Brustwarzen und ein totales Stimmungstief. Das beschriebene Glücksgefühl welches direkt nach der Geburt eintreten sollte blieb aus. Klar fand ich meine Tochter süß, aber ich war jetzt auch nicht „unsterblich verliebt“. Im Nachhinein weiß ich, dass es normal ist. Aber in dem Moment ging für mich eine Welt unter. Nix war so wie ich es mir ausgemalt hatte. Als ich heulend und abpumpent im Stillzimmer saß, kam Schwester Johanna. Sie hat mich aufgefangen, in den Arm genommen und mir gut zugeredet. Wir machten den Deal das sie meiner Tochter jetzt die Flasche gibt damit ich nicht stillen muss und wir den nächsten Morgen meine Brust Lasern und dann es nochmal probieren. „Leider“ wollte meine Tochter aber die Flasche nicht. Also hat Johanna eine Überstunde gescheschoben und sich mit uns in aller Ruhe nochmal hingesetzt. Und siehe da: es klappte. Zwar nur mit Stillhütchen aber immerhin. Nächsten Tag wurde ich gelasert, damit gingen dann auch die Schmerzen weg. Nach 2 Monaten konnten wir auch endlich das Stillhütchen weg lassen. Inzwischen Stillen wir fast 17 Monate und es ist kein Ende in Sicht. Meine Tochter ist ein regelrechter Still junkie ♡ und ich stehe in meiner Ausbildung zur Stillberaterin um anderen Mütter zu helfen, so wie am Anfang mir geholfen wurde.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein anderes (fremdes) Baby stillen

Als meine Tochter 14 Monate alt war, waren wir unterwegs mit einer Freundin und ihrem Neugeborenen. Meine Freundin wollte auch gerne stillen, es klappte aber nicht so richtig. Sie hatte Schmerzen bei jedem Anlegen. Unterwegs gab sie die Flasche mit abgepumpter Mumi. Wir waren aber länger unterwegs als gedacht und ihre Tochter bekam Hunger, sie hatte aber keine Milch mehr mit. Bei dem Gedanken ans Stillen fing sie fast an zu weinen.

Ich wollte ihr gerne helfen und fragte was ich tun kann, sie meinte mehr scherzhaft: „Mir das stillen abnehmen!“. Da ich ja auch stille meinte ich gleich „Klar!“ . Gesagt getan, im Stehen habe ich ihre Tochter angelegt. Sie trank gierig und Glücklich. Meine Tochter war allerdings auch müde und wollte ihre „Nana“. Also haben wir uns einen Ort  zum hinsetzten gesucht, damit ich beide stillen kann. Dieser Ort wurde McD****** 😀 Beide Kinder sind glücklich an meiner Brust eingeschlafen. Habe danach meiner Freundin Tipps gegeben. Ihre Tochter ist jetzt ein halbes Jahr alt, meine Freundin stillt immernoch und inzwischen ohne Schmerzen und ich stille ihre Tochter immernoch gelegentlich.

Nina West

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