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„Irgendwann bin ich eingeschlafen. Ich mit der Pumpe.“ – Stillgeschichte

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ bekommt ihr jetzt hier in unserem Shop!

Ich glaube, ich schlafe. Ich schlafe und das ist ein Alptraum.

Tag 1 nach dem Kaiserschnitt.

Ich sehe nichts. Ich sitze mit der elektrischen Pumpe auf meinem Krankenhausbett, soll abpumpen und sehe nichts. Die Schwester kam vorhin vorbei, stellte die Pumpe neben mir, erklärte kurz wie sie geht und bevor sie die Tür hinter sich schliesst, schaltet sie das Licht aus. Wahrscheinlich ein Automatismus, gar nicht böse gemeint. Aber nun kann ich nichts sehen. Die Pumpe ist an beiden Brüsten angedockt und ich habe keine Hände frei. Viel bewegen kann ich mich wegen der Narbe auch nicht. Ich drehe mich hektisch und schaffe, mit dem Ellenbogen zu klingeln. Und klingeln. Und klingeln. Keiner kommt. Ich schluchze leise. Im Hintergrund schnarcht meine Zimmernachbarin. Das ist eine Schwangere, die, wie ich kurz mitbekommen habe, eine Risikoschwangerschaft hat und vielleicht ihr Kind verliert. Sie ignoriert mich die ganze Zeit. Wahrscheinlich ist es ihr zu viel zu ertragen, dass eine Frau mit ihr das Zimmer teilt, die ein gesundes Kind geboren hat. Selbst wenn dieses Kind in der Säuglingsklinik unterzuckert liegt. Ja, das ist richtig. Ich liege nicht auf der Wochenbettstation. Dort ist gerade kein Platz. Ich liege auf der Station für Risikoschwangerschaften.

Irgendwann bin ich eingeschlafen. Ich mit der Pumpe.

Am nächsten Tag werde ich mit meinem Baby in die Wochenbettstation verlegt und habe eine neue, überglückliche Zimmernachbarin. Sie feiert gemeinsam mit der Familie die schöne, natürliche Geburt ihres Kindes und dass sie sofort stillen kann. Ich glaube, ich hasse sie. Ich kann das nicht aushalten, dieses Glück. Denn bei mir geht alles den Bach runter. Nach drei Tage Einleiten ein Kaiserschnitt und nun klappt es mit dem Stillen nicht. Die Stillberaterin sei in Urlaub. Die einzige „Hilfestellung“, die ich bekomme, ist: „Ach, wissen Sie, Sie müssen es mit dem Anlegen immer wieder probieren“. Mehr nicht. Ich gucke mein Kind an, es guckt mich an, wir fragen uns: wie denn, bitte schön?

Am Tag 4 werde ich entlassen

und kann immer noch nicht stillen. Meine Hebamme setzt sich neben mir, gibt mir ein paar Anweisung und in fünf Minuten habe ich gestillt als hätte ich nie etwas anders in meinem Leben gemacht. Ich bin begeistert, glücklich, geflasht, erleichtert, dankbar. Und einige Zeit später traurig, enttäuscht, niedergeschlagen, verbittert. Fünf Minuten. Fünf Minuten lange hätte sich jemand neben mich hinsetzen müssen. Mehr nicht. Stattdessen saß ich nachts im „Abpumpraum“ und habe mich wie die letzte Versagerin gefühlt.

Vier Jahre später…

bringe ich selbst, aus eigener Kraft mein zweites Kind zur Welt. Eine wunderschöne Hausgeburt, begleitet von zwei tollen Hebammen. Mein Kind wird mir sofort auf den Bauch gelegt und trinkt. Diese überwältigende Erfahrung sollten alle, wirklich alle Mutter machen dürfen.

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„Abpumpen auf der Intensivstation – ein Still-Albtraum“ – Stillgeschichte

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ bekommt ihr jetzt hier in unserem Shop!

Vorsicht, Spoiler: Das hier wird keine schöne Geschichte. Wenn du gerade schwanger und voller Hormone bist, dann lies sie lieber nicht…

Frühgeburt. Wut. Verzweiflung. Trauer. Schmerzen. Gefühlschaos. Werden die Kinder überleben? Micky ist halbwegs fit, aber um die kleine Mouse steht es kritisch. Überall Schläuche, piepsende Gerätschaften, Personal in steriler Kleidung. Bevor man die Kinder besucht, muss man durch eine Schleuse um sich zu desinfizieren. Irgendwie habe ich mir das alles ganz anders vorgestellt. Mehr Plüsch. Weniger Kabel.

Etwa zwei Minuten habe ich die Kinder jetzt auf der Intensivstation gesehen. Im Rollstuhl hat man mich hingefahren. Ich hab sie nur gesehen. Nicht berührt. Eine Krankenschwester drückt mir ein Foto der beiden in die Hand. Und eine Milchpumpe. „Schauen Sie das Bild beim Abpumpen an, das hilft bei der Milchbildung.“ Die Kinder sehen auf dem Foto aus wie Aliens, völlig verkabelt mit durchsichtiger Haut. Nicht nach Mensch und eigentlich sehr furchteinflößend. Ich habe sie noch nie berührt, pumpe aber Milch ab. An die Geburt erinnere ich mich nicht. Es war ein Notkaiserschnitt in Vollnarkose.

Die Milchpumpe surrt.

Das dickflüssige Kolostrum kommt. „Kolostrum ist jetzt sehr wichtig für Ihre Kinder. Es ist die erste Impfung“, sagt die Krankenschwester. „Es ist das Einzige was Sie für die Zwillinge tun können.“ Und so pumpe ich. Es fühlt sich nicht schön an. Es ist unnatürlich und das Geräusch ist eigenartig. Ich bin traurig. Müde. Enttäuscht. Ich habe Angst. Und die Pumpe surrt. Und surrt. Ganz gleichmäßig. So gleichmäßig wie das Piepsen des Herzmonitors der Kinder…

Im Krankenhaus auf der Neugeborenen-Intensivstation gibt es ein eigenes Zimmer zum Abpumpen der Milch. Damit man so eine Art Privatsphäre hat. Die hat man natürlich nicht. Denn da sitzen viele Mütter und pumpen ab. Und sie haben alle ihre eigene – meist sehr traurige – Geschichte. Das sieht man schon an ihren Blicken. Geschichten, die man gar nicht hören will, weil man mit sich selbst beschäftigt ist. Viele Babys die viel zu früh gekommen sind wie meine Zwillinge. Manche haben einen Gendefekt. Andere wiederum warten auf eine Herz-OP. Die kleinen Patienten hier haben allesamt einen sehr bescheidenen Start ins Leben. Und die Eltern leiden mit, sehen verzweifelt und ohnmächtig zu. Sind heillos überfordert. So wie ich: Was wenn die Zwillinge sterben? Muss ich ein Grab kaufen? Was mache ich mit all dem Babykram? Kann ich den Wagen verkaufen? Viele Gedanken flitzen durch den Kopf. Es sind keine schönen Gedanken. Und die Pumpe surrt und surrt. Ganz monoton. Ganz verlässlich…

Etwa 30 Minuten sitze ich

um 200 ml pro Brust abpumpen zu können. Es ist aufwändig und mühsam, schließlich muss man die Pumpe immer wieder desinfizieren. Ständig kommt jemand Neuer in den Raum, dem man seine Brüste zeigt. Die Milch wird in Glasflaschen gesammelt, beschriftet und anschließend eingefroren. So können die Kinder meine Milch haben, auch wenn ich nicht im Krankenhaus bin. Die Milch wird dann also zu den Mahlzeiten aufgewärmt und den Kindern mit der Sonde über die Nase gegeben. Dabei müssen gewisse Zeiten eingehalten werden. Wird die Milch länger als eine Stunde aufgewärmt, so muss sie wegen der krankenhausinternen Hygiene-Vorschrift entsorgt werden. Und so sehe ich einer Krankenschwester zu, wie sie jene Milch, für die ich mich 30 Minuten bemüht habe um sie abzupumpen, achtlos in den Ausguss schüttet… Es fehlt mir die Kraft um mich zu beschweren. Keine Energie für Konflikte.

 

Mit einem Start wie diesem war das Stillen nicht schön behaftet.

Ich habe zwar noch eine Zeit lang abgepumpt, weil ich meinen Kindern Gutes tun wolle. Wir haben auch das Stillen probiert. Das war insofern schwierig, weil ich nie genau wusste, ob sie genug getrunken hatten. Wenn ich gestillt habe, war das Gefühl durchaus schön. Es fühlte sich einfach so normal an. Im Großen und Ganzen habe ich aber nach vier Monaten abgestillt. Vermutlich aus reiner Psychohygiene. Den Kindern hat die Flaschenmilch nicht geschadet.

Unter „Einer schreit immer“ (www.einerschreitimmer.com) bloggt Zwillingsmama Anni meist sehr humorvoll und schonunglos ehrlich über ihr chaotisches Leben mit Zwillingen. Mehr zum Thema Zwillinge stillen findet ihr hier.

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„Nach 2 Fehlgeburten und nach langem üben, wurde unser Traum war. “ Blogparade „Meine Stillgeschichte“

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ ist da und  in unserem Shop zu bekommen!

13.12.13 – ein Datum das mein Leben komplett auf Kopf stellte.

Ich war bereits in der 13. SSW schwanger. Nach 2 Fehlgeburten und nach langem üben, wurde unser Traum war. Die Schwangerschaft verlief ohne große Komplikationen. Auch die Geburt verlief schnell, selbstbestimmt und reibunglos ab.
Allerdings war unser Sohn nach der sehr schnellen Geburt zu schwach zum trinken. Ich habe ihn mehrfach versucht ihn an zu legen, aber er trank nicht. Es wurde immer gelber, was auch wegen Blutgerinnerungsstörung, für alle unintressant war.
Da ich überzeugt davon war, dass mein Kind endlich mal Milch benötigt, wurde mir trotz mehrfacher Nachfragen, im Krankenhaus leider nicht geholfen. Es wurde nicht mal nachgefragt, ob er bereits gestillt habe oder ob ich überhaupt stillen möchte und ggf. Ersatz brauche.
Nach 48 Stunden durften wir zum Glück nach Hause, dort hatte mir meine Hebamme erstmal Stillhütchen gegeben. Damit lief auch soweit relativ gut. Bis ich Ausschlag bekam und mein kleiner Mann irgendwann auch mit Hütchen nicht mehr richtig trank. Im Nachhinein wissen wir halt, dass es auch u.a. an zwei Blockaden im Nacken und einer Regulationsstörung lag, dass er nicht richtig trank, sehr viel schrie und auch deswegen extreme Bauchweh hatte.
Ich war wegen meiner Wochenbettdepression auch total angespannt und verkrampft – ich wollte stillen!
Es war und ist für das natürlichste und je mehr ich es wollte und dafür kämpfte, desto mehr verkrampfte ich.
Da meiner Hebamme erstmal wichtig war, das ich entspanne, meine Haut sich entspannt und der kleine Mann weiterhin Milch bekommt habe ich dann angefangen ab zu pumpen. Durch meinen innerlichen Stress, ging trotz regelmäßigen pumpen und sogar powerpumpen die Milch immer mehr zurück. Da er mittlerweile auch Gewicht verlor habe ich angefangen zu zu füttern.
Da ich mit Schreikind (über 12 Stunden täglich) so gut wie alleine war und nebenbei, auch Nachts, alle 2 Std gepumpt habe war ich psychisch und körperlich am Ende. Ich bin zusammengebrochen und habe den Kampf ums stillen nach 2 Monaten aufgeben müssen.

Also, gab es dann Pre!

Keine wurde richtig vertragen-von extremen Blähungen, über Verstopfungen (wo wir sogar Einläufe machen mussten) bis hin zu Durchfall/Erbrechen war alles dabei. Alle Mittelchen Bigia Tropfen, Lefax, Sab Simplex, Tee, Kümmelzäpfchen, viel tragen, Bauch-und Fußmassagen oder warmes Bad haben nur Minimal Besserung gebracht. Wir haben auch 8(!) mal die Milch gewechselt und auch eine Kuhmilcheiweißunverträglichlkeit wurde ausgeschlossen. Da wir u.a. wegen den Blockaden in Behandlung bei einem studierten Chiropraktiker waren, hat dieser angeboten einen Kinesiologischen Muskeltest zu machen. Aber was ist das? Ganz kurze Definition von Kinesiologie: 
Kinesiologie ist eine effektive Methode, Blockaden sowie Stressreaktionen abzubauen, Potenziale zu fördern und das Wohlergehen, die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern.  (Zitat: Klaus Wienert)
Mein Sohn bekam wenige Tropfen der angerührten Pre in den Mund getropft und an Hand der übertragenden Muskelkraft, konnte unser Chiropraktiker erkennen, welche Pre Nahrung am besten vertragen wird. Wir haben ein letztes Mal die Pre-Nahrung gewechselt und wir konnten uns langsam ohne großartiger weitere Probleme notgedrungen an die Flasche gewöhnen. Die Probleme mit dem Magen-Darm-Trakt zogen sich noch sehr lange, so dass der Beikoststart dann auch mit vielen Problemen verlief.
Mittlerweile ist mein Sohn fast 3 Jahre und bekommt Pre immer noch nach Bedarf. Nach meiner Behandlung wegen meiner PPD und nachdem heutigen Kenntnisstand würde und werde ich bei Nr.2 sehr vieles anders machen.
 
Liebe Grüße
Scarlett
Scarlett bloggt auf www.Klecker-Lecker.de 
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„Wir stillen nur noch heimlich.“ Blogparade „Meine Stillgeschichte“

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ ist da und seit heute in unserem Shop zu bekommen!

Wir stillen nur noch heimlich

Es lief gut. Ich konnte ihn gleich nach der Geburt anlegen, so richtig gesaugt hat er aber erst als wir irgendwann aus dem Kreissaal draußen waren. Ich erinnere mich noch genau, wie es sich angefühlt hat, das erste Mal jemanden an der Brust saugen zu haben. Sehr ungewohnt, aber nicht schmerzhaft. Im Stillzimmer sollte jede Brust 15 Minuten gestillt werden, das war ok. Die Schwestern haben schon ein paar Tipps gegeben, aber hätte ich ernsthafte Probleme gehabt, hätten sie mir wahrscheinlich nicht weiterhelfen können. Glücklicherweise bin ich gut klar gekommen. In unserem Zimmer habe ich ihn einfach immer angelegt, wenn es sich richtig angefühlt hat. Ich wurde oft gefragt, ob der Milcheinschuss schon war, ich hatte keine Ahnung, habe letztendlich auch gar nicht mitbekommen, wann er gewesen ist.

Im Krankenhaus gab es eine Trageberaterin,

so konnte ich ihn gleich im Tuch mit nachhause nehmen. So ging auch das Stillen unterwegs recht gut.
Etwas verunsichert hat uns die Nachsorgehebamme mit alle vier Stunden Stillen und wenn er nicht hastig mit großen Schlucken trinkt, hat er nicht wirklich Hunger, sondern will nur nuckeln, aber das hat nicht funktioniert und war mir zu stressig, also haben wir einfach weitergemacht wie bisher. Nach fünf Wochen hatte ich einen Milchstau, ich war dann nochmal auf der Geburtsstation und habe Antibiotika verschrieben bekommen. Im Nachhinein denke ich, dass es wahrscheinlich auch so weggegangen wäre, denn er hat die Brust gut leer gemacht, sodass zwar noch ne Verhärtung da war, aber nicht mehr die ganze Brust hart war und schmerzte und mir ging es auch schon wieder gut. Ich wusste allerdings nicht, dass ein Milchstau auch von allein wieder weggehen kann. War aber auch kein großes Drama.

Das Stillen ging immer weiter,

irgendwann hat er dann auch noch andere Sachen gegessen. Nach sechs Monaten ist mein Mann ins Wohnzimmer umgezogen, zum ersten Geburtstag hatten wir das Kinderzimmer endlich fertig und Baby und ich konnten dorthin ziehen, sodass mein Mann wieder im Schlafzimmer schlafen konnte. Zu dritt in eine Bett hat bei uns leider nicht funktioniert, dafür hat Papa einen zu leichten und zu schlechten Schlaf. Ich weiß nicht mehr, wann genau, aber irgendwann habe ich dann begonnen, den kleinen Mann nachts abzustillen, weil er nur noch am Dauerstillen war und mir das zu viel wurde. Das war eine große Erleichterung, es gab zwar öfter mal Krankheits- oder Zahnpausen, aber irgendwann waren wir stabil bei ein- bis dreimal stillen die Nacht. Zu der Zeit habe ich auch zum ersten Mal beobachten, wie er nachts wach wurde, sich umdrehte und weiterschlief.

Anfang des Jahres, um anderthalb Jahre rum, wurde ich immer mehr zum Abstillen gedrängt. Bei Freunden oder Bekannten war mir das ziemlich egal, aber meinem Mann war es auch sehr wichtig, dass das Stillen bald aufhört. Seine Argumente hatten mich überzeugt, manches ist ja schon bequemer, wenn man nicht mehr stillt, ich hatte auch grade wieder einen Milchstau gehabt, Papa hatte keine Chance den Kleinen ins Bett zu bringen oder zu beruhigen. Ich weiß nicht was es sonst noch gab, jedenfalls haben wir uns auf ein Abstillen innerhalb der nächsten drei Monate geeinigt. Ein wenig traurig war ich schon, da ich eigentlich wenigstens zwei Jahre lang stillen wollte, aber irgendwie auch ein bisschen erleichtert und außerhalb haben sich auch alle gefreut, na siehst du, haben wir doch gesagt, dass es langsam Zeit ist, ist auch besser so, er ist ja schon alt genug, und so weiter. Das war ganz schön, in dem Moment ein wenig dazuzugehören.
Als Rat wie ich am besten Abstillen sollte habe ich von vielen gehört, dass sie einfach von jetzt auf gleich aufgehört haben und die Brust das problemlos mitgemacht hat, problematisch sei es nur wenndas Baby noch jünger ist. Also sind wir zu Oma und Opa gefahren und Oma hat ihn abgelenkt. Das hätte auch funktioniert, hätte meine Brust das mitgemacht. Was ich nämlich nicht bedacht habe war, dass die meisten, mit denen ich gesprochen habe, vor dem Abstillen vielleicht noch so ein bis zweimal täglich gestillt haben, bei mir waren es etwa 20-30 Mal.
Beim nächsten Versuch habe ich das Stillen allmählich reduziert, erst nachts, dann tagsüber, bis wir bei drei Mal pro Tag waren, nach ein paar Tagen bei zweimal, dann einmal, alle zwei Tage, alle, drei Tage. So hat es sich langsam ausgeschlichen.

Die Zeit mit einmal pro Tag stillen habe ich sehr genossen,

da sowohl die Vorzüge des Stillens als auch die des nicht Stillens da waren. Er hat begonnen durchzuschlafen, ich konnte so wieder öfter mal im Schlafzimmer schlafen, Papa konnte ihn ins Bett bringen und besser beruhigen und wir hatten trotzdem noch unsere tägliche Kuschelzeit. Leider konnte ich meinen Mann davon als Kompromiss nicht überzeugen, es war so in ihm drin, dass nach dem Abstillen alles einfacher wird und der Druck von außen hat ihm um einiges stärker zugesetzt als mir. So ging die Stillzeit erstmal vorbei.
Erstmal, denn nach ein-zwei Monaten fing es langsam wieder an.
Auch nach dem Abstillen hat er die Brust zur Beruhigung noch angefasst und gekuschelt und eines Tages berührte er die Brustwarze mit den Lippen. Er muss sich an irgendwas erinnert haben, aber wie man saugt hatte er vergessen. Jedenfalls begann er an der Brustwarze herumzukauen, das war für mich ok, denn sie ist durch das Stillen extrem schmerzunempfindlich geworden. Insgeheim habe ich gehofft, dass er sich wieder daran erinnert, aber wirklich daran geglaubt habe ich nicht. Ein paar Tage, vielleicht eine Woche lang hat er immer mal wieder an der Brustwarze gekaut und dann konnte er es plötzlich wieder.

Seitdem stillen wir heimlich hinter verschlossener Tür.

Das ist eigentlich wirklich praktisch, denn das Umfeld denkt, ich habe abgestillt und ich habe da meine Ruhe und keinen Stress, bis dann und dann abstillen zu müssen. Mit meinem Mann sieht die Sache aber ganz anders aus. Es ist wirklich hart, so ein großes Geheimnis vor ihm zu haben. Sagen kann ich es ihm aber nicht, dafür ist mir das Stillen momentan zu wichtig. Er redet immer noch oft davon, wie froh er ist, dass der Kleine abgestillt ist. Für meinen Sohn bin ich aber sehr froh, dass er jetzt doch die Möglichkeit hat, weiterhin vom Stillen zu profitieren, ich denke es gibt ihm noch sehr viel und auch ich genieße es. Ich hoffe nur, dass die Geschichte gut ausgeht, so ein Geheimnis bringt ja doch ein ganz schönes Risiko mit sich.

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„Ich würde mit dem heutigen Wissen so einiges anders machen.“ Blogparade „Meine Stillgeschichte“

Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ ist da und seit heute in unserem Shop zu bekommen!

Meine Schwangerschaft,

die für mich recht unerwartet und zudem auch noch zu einem echt ungünstigen Zeitpunkt (ich hatte gerade einen neuen Job begonnen und war noch in der Probezeit) kam, war von Beginn an nicht leicht. Die ersten Monate war mir morgens immer schlecht – ich nahm an Gewicht ab anstatt zu. Zudem stellte sich eine permanente Müdigkeit ein – und der Job war in diesem Zustand auch irgendwie eine Qual.

Meine Gedanken beschäftigten sich immer zu mit dem Wissen, dass ich noch in der Probezeit bin. Ok ich war meinem Chef so ehrlich gegenüber, und erzählte es ihm. Es hat mich zumindest in meinem Gewissen erleichtert und gehofft, dass es mir so auch wieder ein wenig besser ging.

Leider hatte ich auch nicht wirklich die Unterstützung, die ich mir von meinem Kindesvater damals erhofft hatte. Es war also alles in allem nicht wirklich optimal.

3 Monate vor Geburtstermin kam dann die schockierende Nachricht, dass sich der Muttermund bereits leicht geöffnet hätte und ich sofort ins Krankenhaus muss.

Und nun begann die eigentliche schlimme Zeit.

Wehenhemmer und Spritzen, damit sich die Lunge meines Babys schneller entwickeln könne.

Fazit war. Mein Baby kam 6 Wochen zu früh und dann auch noch per Kaiserschnitt in Vollnarkose. Anschließend kam Lea auf die Kinderstation in einen Brutkasten. Ich habe sie erst nach 3 Tagen ganz kurz gesehen und durfte auch nur einen Finger in die kleine Öffnung des Brutkastens stecken. – Oh man, dieser Artikel hat es ganz schön in sich – ich erlebe das Ganze gerade nochmal mit und heule hier beim schreiben Rotz und Wasser…

Tja und hier begann wohl dann das ganze Desaster. Ich hatte kaum Milch, die ich abpumpen konnte – denn die ersten beiden Tage war ich nicht wirklich ansprechbar.

Nach 1 Woche durfte ich dann endlich zu meiner Tochter – sie lag noch immer im Brutkasten. Doch zum stillen durfte ich sie rausnehmen. Nur leider war sie schon an die Flasche gewöhnt. Hinzu kam, dass ich kaum Milch hatte und die wenige, die sie bekam, da wurde sie dann schon immer müde – da es ihr wohl zu anstrengend war.

Erst als ich nach 14 Tagen mit ihr nach Hause durfte, haben wir beide erst die Ruhe gehabt, um sich wirklich auf´s Stillen einzulassen.

Nur war es hier bereits zu spät. Wir brauchten viel Geduld, welche nur leider von außen immer wieder gestört wurde. So musste ich mir immer wieder von der Familie des Kindesvaters anhören, was ich wie zu machen hätte. Es war zum aus der Haut fahren. Nur war ich zu diesem Zeitpunkt mental nicht in der Lage, mich dagegen zu stellen. Ich merkte nur, dass immer verunsicherter wurde, mein Handeln immer wieder bewertet wurde und ich mich nicht wirklich auf meine Tochter so einlassen konnte, wie sie es gebraucht hätte. Nach 2 Wochen habe ich aufgegeben, Lea auch – und so ist sie mit der Flasche groß geworden.

Heute, nach 15 Jahren weiß ich, dass ich hätte stärker sein müssen und meinem Instinkt hätte folgen sollen. Doch die Kraft hatte ich nicht dazu. Das Immunsystem meiner Lea ist von Anbeginn immer anfällig gewesen. Sie hat zwar keine schwerwiegenden Erkrankungen, ist aber auch nicht so widerstandsfähig wie ein Kind hätte sein sollen.

Die Ärzte würden all diese mit Sicherheit nicht dem zuschreiben, dass Lea nicht gestillt wurde. Doch mit meinem heutigen Wissen bin ich mir ganz sicher, dass all ihre Dysbalancen die Ursache dafür sind.

Ich würde mit dem heutigen Wissen so einiges anders machen.

Zum einen ist das innere Gleichgewicht der Mutter ausschlaggebend. Ich hätte mir damals mit dem Job keine Gedanken machen sollen. Wenn der Arbeitgeber dies zum Anlass genommen hätte, einem zu kündigen (ich weiß gar nicht, ob das überhaupt erlaubt ist…) dann hätte es so sein sollen. Auch hätte ich mich einfach krankschreiben lassen sollen, als mit Unwohlsein immer auf Arbeit zu fahren. Dann wäre vieles wahrscheinlich anders abgelaufen. Auch der Aufenthalt im Krankenhaus ist aus meiner heutigen Sicht nicht wirklich förderlich gewesen.

Ich glaube, wenn die werdende Mama Zeit für sich und ihr heranwachsendes Embryo hat und nur das tut, was sie aus vollsten Herzen und mit Begeisterung macht – ohne sich zu übernehmen und sich die notwendige Ruhe zu gönnen, dann kann dies nur beiden gut tun. Und dann braucht man – so denke ich – auch kein anonymes Krankenhaus und kann die Geburt so miterleben, dass auch die Muttermilch ausreichend vorhanden ist.

Ich würde heute auf jeden Fall so lange stillen, wie es dem Kind und der Mutter guttut.

Denn nur so kann sich das Kind ideal entwickeln.

Puh, was für ein Artikel. Danke, liebe Lena, dass du dazu aufgerufen hast. Auch wenn ich es im ersten Moment beiseite gelegt habe und nicht mitmachen wollen. Doch all das nach 15 Jahren niederzuschreiben, dass hat auch meine Seele irgendwie bereinigt.

Birgit Terletzki bloggt auf www.gesundheit-lenkt-energie-akademie.de

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„Mein Mann war mir eine große Stütze.“ Blogparade „Meine Stillgeschichte“

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Mein Stillbuch „Bedürfnisorientiertes Stillen“ kommt am 8.06.17 heraus und ist, ab sofort, hier vorbestellbar!

ICH HABE VERSAGT!!!

Beim ersten Kind hat man so viele Vorsätze. Stillen so lange es geht und bloß keinen Schnuller. Saugverwirrung und und und…. Am Ende kommt es anders und erstrecht als man denkt.

Bereits im Krankenhaus tat das Stillen unfassbar weh, jede Schwester hatte einen anderen Rat, mit einer Schlupfwarze solle ich mir lieber ein Stillhütchen besorgen… Stillberatung Fehlanzeige. Erst in der dritten Nacht zeigte mir eine Schwester, wie es richtig geht. Bis dahin war schon ziemlich viel kaputt. Mir egal. Ich halte durch. Zu Hause nahm die Tortur ungeahnte Höhen an. Schmerzen und Blut so stark, dass ich schon verzweifelt weinte, wenn der kleine aufwachte und ich wusste, er will trinken. DA MUSST DU DURCH! EINWACH WEGSTILLEN! DAS GEHT VORBEI. Dachte ich mir. Ich bastelte mir Donuts aus Mullwindeln, um die Brustwarzen zu schonen. Kaufte mir Milchauffangschalen. Morgens direkt ne Ibo, damit die verschorften Brustwarzen nicht zu sehr wehtuen. Meine Stillbeziehung war von Abneigung geprägt. Abneigung gegen den kleinen Blutsauger. Aber, es würde ja vorbei gehen. Auch die drei Hebammen die sich in Urlaubsablösung die Klinke in die Hand gaben, hatten nur gute Wünsche für mich.

Dann der SUPERGAU.

Schüttelfrost von einem Moment zum anderen. Die Brust wurde so dick, dass ich dachte sie Platzt gleich. Mein Mann rief verzweifelt die zu dem Zeitpunkt zuständige Hebamme an. Ihr Rat: „Quark!“ Da lag ich also zugequarkt und voller Schmerzen, in meinem Iboprofendilirium. Mein Mann erlöste mich, fuhr davon und lieh eine Milchpumpe aus der Apotheke. Es half den Stau etwas zu Lindern, mein Sohn schaffte es mich nach zwei Tagen zu erlösen.

Endlich. Frauenarzttermin. Kontrolle. Schmerzen beim Stillen wären normal. Auch nach zwei Wochen noch… Erst ein Blick auf meine zerschundenen Brustwarzen ließ sie geschockt die Hebamme hinzu rufen. Ihr gemeinsames Urteil. SOFORT aufhören zu Stillen. Antibiose und Schonung. „Sowas schlimmes habe ich noch nie gesehen.“ Die Worte meiner etwas betagten Hebamme, die endlich aus dem Urlaub zurück war. Zwei Wochen nicht Stillen und dann könne man es nochmal versuchen. Ich pumpte also fleißig hellrosa Milch und der kleine Sohn lag zufrieden auch in Papas Arm und duckelte unbeirrt an dem Fläschchen und dazwischen an seinem Schnuller. Für mich brach die Welt zusammen. Ich war am Ende. Weinte im Schlafzimmer, angeschlossen an meine Doppelmelkmaschine und fühlte mich unfähig. ICH HATTE VERSAGT.

Mein Mann war mir eine große Stütze.

Er bestärkte mich in meinem Muttersein und ich gab zu, mit der Flasche konnte auch ich, unser Baby endlich genießen.

Die Wiederbelebung der Stillbeziehung nach zwei Wochen war natürlich für die Katz. Ich hatte keine Anleitung und die Stillberaterin war reine Geldverschwendung. „Mit Fingerfeeden wäre das nicht passiert“ Ja danke, Tschüss!! Also trank mein Erstgeborener zufrieden 6 Monate abgepumpte Muttermilch. Die Medela und ich wurde ein eingespieltes Team. Ich hätte wahrscheinlich auch ein Jahr gepumpt, aber das war leider irgendwie nicht drin. Ein Schicksalsschlag in der Familie ließ den Milchfluss versiegen. Danach gab es Pre-Milch. Noch gefühlt ein Jahr lang… Und den Schnuller über 3 Jahre lang. Aber hey. Unser Sohn ist jetzt 4 und ein prachtvoller kleiner Superheld geworden.

Übrigens: Unser zweiter Sohn ist jetzt fast 17 Monate alt und ich stille ihn nach Bedarf und glücklich noch jeden Tag. 😉

Jen Hartung

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“…okay, Plan B” (Geschichte von Eileen und Amina)

Ich war erst 20 Jahre jung und erwartete mein erstes Kind.

Schon immer habe ich mich gründlich über alles informiert und alles durchgeplant. Ich erinnere mich gut daran, wie ich im Sommer auf der Terrasse saß und im Baby-Buch geblättert habe. Das Kapitel über das Stillen habe ich natürlich gründlich gelesen. – das über Fläschchen habe ich elegant überblättert. Warum sollte ich das lesen? Ich werde stillen, dachte ich mir.
Auch das Kapitel über einen Kaiserschnitt habe ich überblättert. Ich möchte doch eine normale Geburt.

Naja, was soll ich sagen?

Es kam alles anders.

Nach 34 Stunden Wehen und Komplikationen musste Amina per Kaiserschnitt geholt werden. Ein Schlag ins Gesicht für mich. Da hatte ich das erste Mal das Gefühl, versagt zu haben. Wieso konnte ich nicht, wie es in der Natur doch vorgesehen ist, mein Kind zur Welt bringen?
Im Krankenhaus sagte mir die Hebamme wenig später, ich hätte wahnsinnig viel Vormilch, soviel hat sie noch nie gesehen. Da war ich so stolz auf mich. Wobei ich mir die ganze Milch nicht ‘verdient’ habe. Sie war einfach da. Aber ich war glücklich. Bis die ersten Probleme auftauchten. Meine Brust ist ziemlich groß. Wenn meine Tochter trinken wollte, hat meine Brust ihr die Nase zugedrückt. Egal welche Stillposition mir die Hebamme gezeigt hat, nichts hat wirklich funktioniert. Zumal meine Kleine auch nicht richtig ansaugen konnte. Und sie hatte sooo einen Hunger.
Dann wurde sie langsam ‘aggressiv’ und gierig.

Meine Brustwarzen haben gelitten.

Jeden Tag mehr. Sie bluteten, alles tat weh. Mit der Zeit bekam ich ein Stechen im Arm, wenn ich sie gestillt habe. Irgendwann zog der Schmerz vom Arm bis zum Bein. Es wurde unerträglich. Die Hebammen haben mir die Brust gelasert, ich habe zig Tuben Salbe drauf geschmiert. Nichts hat mehr geholfen. Bis meine Brüste dermaßen verkrustet waren, dass die Milch nicht mehr rauskam. Meine Brust entzündete sich, ich lag mit 40° Fieber im Bett, konnte mich nicht einmal mehr um mein Baby kümmern und meine Tochter nahm rapide ab. Meine Ärztin verschrieb mir Abstilltabletten und Amina bekam das Fläschchen, es half nichts mehr. Noch heute ist meine Brust vernarbt. Viel schlimmer war aber für mich, dass auch diese ganz natürliche und ‘selbstverständliche’ Sache nicht funktioniert hat. Lange habe ich mir Vorwürfe gemacht. Heute akzeptiere ich es, aber es stimmt mich trotzdem noch traurig. Dafür weiß ich heute umso besser, dass man immer einen Plan B haben sollte.

 

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“Dann hab ich sie heimlich angelegt, einfach damit sie nicht mehr weint.”(Geschichte von Nadine und Krümel)

Ich war 16 Jahre als meine kleine Maus in der 33 Woche per Not-KS zur Welt kam. Für mich stand fest, ich möchte stillen,nach dem ich sie nach 4 Stunden endlich sehen konnte, bat ich direkt darum, mit einer Laktationsberaterin zu sprechen. Diese kam dann auch, und nahm mir genau einen minimalen Tropfen Milch aus der Brust. Ich dachte “das reicht doch niemals…” Doch sie sagte “jeder Tropfen Milch zählt.” Schon wenige Stunden nach der Geburt konnte ich insgesamt 120 ml abpumpen. Ich hab gerne gepumpt,und war immer glücklich, wenn ich ihr meine Milch zur Intensivstation bringen konnte. Ich hatte auch so viel Milch. Dann durfte ich sie zum ersten mal anlegen, da war sie 3 Tage alt. Man, mir kamen die Tränen, denn mein kleiner Krümel der keine 1200 Gramm wiegt, nuckelt an meiner Brust und trinkt meine Milch die nur wegen ihr da ist. Es war ein Wahnsinnsgefühl. Ich hatte nun regelmäßige Gespräche mit der Relaktationsberaterin und sie zeigte mir tolle Tricks und Kniffe. Auch die Hebammen auf der Neo waren sehr darauf bedacht,das mein Krümel erst stillt und dann die Flasche bekommt oder sondiert wird. Sie bekam immer Muttermilch. Und sie nahm so super zu und ihre Milchmengen wurden täglich um 10 ml erhöht. Dann wurde ich entlassen, ohne mein Baby – war 30 km entfernt von meinem Baby und musste es zeitlich gebacken bekommen zu meinen Zeiten zu Pumpen, 2 Stunden hinfahren, sie versorgen, kuscheln und Pumpen, 2 Stunden wieder nachhause fahren. Es war anstrengend, doch ich war stolz, wenn ich am nächsten Tag meinem Krümel 6-10 neue Flaschen mit meiner Milch bringen konnte. Sie konnten für 2 Wochen sogar einfrieren. Dann kam sie auf die Kinderstation, es war überfüllt, und es gab nur 2 Milchpumpen… Ich musste oft “einhalten” und mit den Pumpen bis Zuhause warten. Auch wenn ich zur Klinik kam, hatte Krümel schon das Fläschen im Mund, obwohl sie wussten, das ich komme. Wenn sie weinte, hieß es “Na sie hat ja grad erst… Sie darf noch nicht…” Dann hab ich sie heimlich angelegt, einfach damit sie nicht mehr weint. Nach 3/4 Wochen merkte ich, das die Milch weniger wird .. Ich trank viel Stilltee und pumpte immer häufiger. Mein Kind war ganze 5 Wochen als sie endlich nach Hause durfte und ich freute mich sehr darauf endlich “frei stillen” zu dürfen. Aber es kam anders, schon in der ersten Nacht bekam ich nicht mehr ihre Menge. Sie weinte und weinte, und Ersatzmilch hatte ich nicht da dürfte sie sowieso nicht nehmen, da sie unter 2500 Gramm war. Mein Mann ist dann frühs um 6 los zum Krankenhaus und hat Frühchennahrung besorgt… Meinem Krümel schmeckte sie gar nicht, sie brach und brach… Nach einer Woche bin ich in den Laden und kaufte Fertigmilch.Ich pumpte weiterhin. Meine Hebamme kam und meinte ich solle pumpen, anlegen, pumpen und anlegen. Auch nachts! Ich versuchte es, doch der Schlafmangel… Ich war wirklich am Ende. Doch die Hebamme machte Druck. Ich hatte Angst vor ihr und jedes mal wenn sie kam,versteckte ich die Packungen mit der Fertigmilch. Ich log sie an, Krümel hätte grade gestillt. Einfach damit sie aufhört, mir Vorwürfe zu machen. So endet unsere Stillgeschichte. Ich wollte so gerne stillen… Hätte alles dafür getan..

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“Ich hatte keine Ahnung was normal ist und was nicht und kam mir völlig allein gelassen vor! ” (Stillgeschichte von Sandra und Felix)

Felix kam 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt.

Er wog 1650 Gramm und war 40cm groß – ein Frühchen. Gleich nach der Geburt (Kaiserschnitt) kam er in den Brutkasten und wurde 3 Stunden nach der Geburt in eine andere Kinderklinik verlegt…. Ohne mich.

Am nächsten Tag fing ich an mit der Milchpumpe die Muttermilch abzupumpen… Es war schmerzhaft und bei jedem Zug der Milchpumpe dachte ich mir reißt jeden Moment die Kaiserschnittnarbe auf! Nicht nur das mein Kind in einer anderen Klink lag und nicht bei mir war, nein auch die Schwestern waren keine große Stütze. Felix ist mein erste Kind, ich hatte keine Ahnung was normal ist und was nicht und kam mir völlig allein gelassen vor!

Also habe ich alle 2-3 Stunden die Milchpumpe geholt und versucht abzupumpen,

es ist nicht so das ich das erklärt bekommen habe.

Als ich endlich zu Felix durfte schnappte ich mir meine 65ml Muttermilch in der Flasche und ging zu ihm. Felix lag insgesamt vier Wochen in der Kinderklink und nach zwei Wochen habe ich das Stillen aufgegeben. Bei mir kam am Tag nie mehr wie 100-150ml zustanden und somit mussten wir zufüttern, da Felix die Brust nicht gewöhnt war (da er auch die Muttermilch per Flasche bekam) war es ziemlich anstrengend die Muttermilch abzupumpen und nebenbei noch das Fläschchen zu machen. Mich machte das ganze ziemlich fertig, da jedes mal wenn ich versuchte ihn anzulegen er gewürgt hat (auch das Anlegen eines Babys habe ich nie gezeigt bekommen). Auch wenn ich ihm die Mumilch in der Flasche gab verweigerte er sie meistens und trank erst richtig wenn ihm was angerührt wurde. Also haben mein Mann und ich uns dazu entschieden ein Flaschekind groß zu ziehen. Und ab diesem Zeitpunkt habe auch ich mich wieder besser gefühlt.

Heute ist Felix zwei Jahre alt

und wenn er irgendwann einmal ein Geschwisterchen bekommen sollte werde ich auf jeden Fall wieder versuchen zu stillen! Ich bin mir nicht sicher ob die Umstände dazu geführt haben das es mir verwährt blieb ihn zu stillen oder ob es generell nicht klappt. Deswegen werde ich es definitiv noch einmal versuchen…. Denn ich denke dieses Gefühl/Erlebniss sollte jeder Mutter gewährt sein!

Ich teile meine Trauer mit euch Stillgeschichten

“Es fühlte sich wie ein erster Abnabelungsprozess an..” (Stillgeschichte von Claudia und Amelie)

Im Mai 2012 kam unsere Tochter Amelie zur Welt.

Der Stillstart war etwas schwierig,

da Amelie die Brust zuerst immer wieder verweigert hat und so mit Tee zugefüttert werden musste, da sie nicht genügend Flüssigkeit bekam. Nach 2 Tagen klappte es jedoch sehr gut und wir haben die Stillzeit sehr genossen. Ich hab es geliebt sie so nah bei mir zu haben, diese innigen Momente…

Da ich sie sehr oft anlegen musste wurden meine Brustwarzen sehr schnell wund und ich benutzte Stillhütchen, mit denen es dann auch sehr gut funktionierte… Dann bekam ich einen Milchstau, hatte schmerzende Brüste und zudem auch noch wunde Warzen. Eine Milchpumpe und Quarkumschläge schafften Abhilfe und es wurde besser.

Nach etwa drei Wochen bekam ich einen Magen-Darm-Infekt,

und musste mich oft übergeben. Als die Hebamme meineabgepumpte Milch überprüfte stellte sie fest das sie sehr dünnflüssig und grünlich wirkte. Sie riet mir abzustillen, da es den Anschein machte als wenn Bakterien auf die Milch übergegangen wären. Dies stimmte mich sehr traurig und ich hatte lange damit zu kämpfen, das ich nicht mehr stillen konnte. Es fühlte sich wie ein erster Abnabelungsprozess an… Heute weiss ich das es das beste für meine Kleine Maus war, denn sie sollte ja nicht krank werden. Auch mit der Flasche gelang es mir die Fütterzeiten zu geniessen und sie als ebenso innig zu erleben wie das stillen.

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